Montag, 17. Januar 2011

Kommentarkultur

oder ein guter Artikel, aber noch bessere Kommentare...

Extrem lesenswert ist der Artikel im Drinkblog, aber noch viel besser sind die überaus guten Kommentare dazu. Der Autor und die Leser kommunizieren dort in bester Art & Weise und extrem produktiv über die deutsche Cocktailblogszene.
Nur selten kann man in deutschen Cocktailblogs so viele und auch fundierte Antworten, sowie sehr persönliche Meinungen lesen - ohne das dies in ein Blogbattle der üblen Art übergeht. Meine absolute Leseempfehlung!!! und vielleicht meldet sich der eine oder andere dort auch noch zu Wort!!!

Samstag, 15. Januar 2011

Der 2. studentische Cocktailcup

oder die Tasting-Jury im Aquarium...

Jens vom studentischen Team des Wunderbarcup hatte mich im letzten Jahr bereits gefragt und so war es ganz klar, das ich natürlich mit in der Tastejury, dieses wohl einzigartigen Studenten-Wettbewerbs der Trinkkultur saß. Ich wusste nicht so ganz was mich erwarten würde, das studentische Umfeld des Cocktail&Dreams-Forum nahm durchaus gerne an Cocktailwettbewerben teil und konnte dort schon so manche Barfliege mehr als positiv überraschen. Der Großteil meiner Assoziationen von Studenten und Drinks waren daher überaus positiv belegt; vielleicht hätte mir dabei auffallen sollen, das die aber nicht in Dresden studieren und auf keinen Fall in Studentenclubs trinken gehen.

Egal:
Ein Mann ein Wort und dazu war ich ja auch noch in bester Begleitung, saßen doch neben mir Frau Schneider und Frau Krahmer auch in der Jury, das ganze wurde dann auch noch von Ulf Neuhaus moderiert. Also was sollte da einem sauer aufstossen??

Fazit: Sauer aufstossen konnte einem nichts, aber zuweilen hatte ich Angst einer Diabetes zum Opfer zu fallen. Einige der Drinks waren derart süß, das meine Bauchspeicheldrüse Angst bekam und sich wünschte es würde Limettensaft regnen.
Der Siegerdrink überzeugte dann doch durchaus mit einer waghalsigen Mixtur, einer einfallsreichen Deko und überraschender Schärfe.


Während der "Schreiberling von Mixology" uns nur beobachtete, mussten wir als Jurymitglieder richtig ran. Von Pappsüß bis delikat pikant war alles vertreten...


Das Siegerteam hatte nicht nur den besten Drink, sondern auch mit die beste Performance, leider vernachlässigten viele Teams das das Publikum im Saal auch unterhalten werden möchte.


Die Technikjury machte ihre Aufgabe extrem gut, aber sie mussten ja auch nur bewerten und nicht probieren...


Die technische Umsetzung des Wettbewerbs war extrem gut, die Zuschauer konnten alle Abläufe auch per Video verfolgen, etwas was bei Profi-Wettkämpfen auch nicht immer Standard ist.


Zitronen- oder Limettensaft wurde handgepresst a la Minute, war aber leider nur ganz selten in den Zutatenlisten zu finden, dafür umso mehr Liköre und Sirups...

Freitag, 14. Januar 2011

Barkultour in Stuttgart

oder das seltsam unverständliche Konzept dieser Gastro-Messe

In wenigen Tagen beginnt die 2.Barkultour in Stuttgart und so langsam zweifle ich ein wenig an den Messeveranstaltern, bzw an deren Fertigkeiten potenzielle Besucher anzulocken.
Doch erstmal hier der Pressetext der mich per Einladung erreichte:


Januar 2011 - Die II. BARKULTOUR – die Fachmesse für die Gastroszene in Süddeutschland eröffnet Ihre Pforten.

Am 24. + 25. Januar um Punkt 12 geht es in die zweite Runde. Bartender, Barbetreiber, Gastronomen, Händler und Firmenvertreter aus dem süddeutschen Raum und der Nachbarschaft aus Österreich und der Schweiz treffen sich in Stuttgart zum fachlichen Austausch. Wir haben es zu unserer festen Absicht gemacht, die Plattform für die junge Barszene im Süddeutschen Raum zu werden. Mischen Sie mit!

Mit der Unterstützung unserer Industriepartner werden wir auch in diesem Jahr mit neuen Produkten, Top Referenten und Workshops eine für alle interessante Plattform schaffen, die zum fachlichen Austausch miteinander anregen wird. Unser Konzept, ist eine Mischung aus Fachmesse und Erlebnis-Event mit dem Schwerpunkt auf Tastings mit exzellenten Referenten, sowie praktische Workshops.

Auszug aus unserem Programm:

Öffnungszeiten:
Montag 24.01.2011 Beginn: 12:00 Uhr - 20:00 Uhr
Dienstag 25.01.2011 Beginn: 11:00 Uhr - 19:00 Uhr

Tasting-Area:
Jameson (Whisky), Havana (Rum), Sierra (Tequila), Bacardi (Rum), Monin, Monkey47(Gin), Remy Martin (Cognac), Heidsieck (Champagner),

Workshops: Barfood (Whiskykoch), Barista-Workshop (illy), Barschule München, Magic Entertainment (Strotmann).


Okay?!? alles klar???
also bei mir ganz und gar nicht!!!
Wer sind die Referenten und was sind das fuer Tastings???
Das sind reine Markentastings anscheinend, da ist der Informationsgehalt für den Gastronomen doch arg gering. Das Programm der Barkultour 2011 ist wirklich traurig und macht keineswegs Lust auf irgendetwas, das wiederum ist extrem schade, da man viel Potential verschenkt und gerade Gastronomen von ausserhalb Stuttgarts keinerlei echten Anreiz vermittelt sich das anzuschauen. Stuttgart hat etwas b e s s e r e s verdient, vor allem die Stuttgarter Barszene!!!

Ich werde wohl trotzdem da sein, aber mehr Dino & Co zuliebe, als aufgrund der geweckten Neugier.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Royal Dresden

oder einfach mal entspannt den Abend ausklingen lassen...


Ruhig ist es an diesem Abend, aber die Bar weiss doch zu gefallen...


Auf ihren diversen Ebenen strahlt sie eine elegante Ruhe aus, die einen einlädt länger zu verweilen und den Alltag einfach mal zu vergessen...

5 Stunden Tastejury haben ihre Spuren durchaus hinterlassen und umso mehr freute ich mich endlich wieder ins Royal Dresden zu kommen. Einfach sich an den massiven Tresen setzen und den Profis genüßlich bei der Arbeit zusehen. Sich am reichen Backbord kaum sattsehen können und immer wieder schöne Details entdecken, schmackhafte Drinks erobern die Zunge und der Feierabend verkündet stolz seinen Sieg über einen langen Arbeitstag. Ein letzter Drink und dann gemütlich die wenigen Meter bis zum Hotel noch,
dann ist mal wieder einer dieser schönen Tage in Dresden vorbei.
Doch ich komme gern wieder, denn schließlich hat Dresden eine neue gute Bar.



Danke Ulf und vielen Dank an das Team vom Royal Dresden:
Ihr ward toll!!!

Erste Impressionen des frühen Tages

oder das Royal Dresden am hellichten Tage...


Elegant kann man sich hier zum Rauchen in den Salon zurückziehen...
Royal Dresden Zacapa Smokers Lounge


Ein Backbord das kaum Wünsche offen lässt...


auf mehreren Ebenen kann man gut sitzen und findet stets einen idealen Platz für fast jede Situation...


Bitter Truth bestens platziert, aber auch all die anderen Bitters, empfehlenswert sind die Tresenplätze alle, denn hier mixen echte Könner...


selbst am Tage ist das Royal Dresden einladend gemütlich...

Eine grosse Klappe haben viele

oder einer der ehrlich Eier in der Hose hat...

Wer sich besser in der Barszene Deutschland auskennt, der kennt auch diese Typen die ständig erzählen was sie alles anders machen, wenn sie erstmal ihren eigenen Laden machen, und und und...
Doch zu einem eigenen Laden gehört neben viel Erfahrung, Tonnen von Idealismus und einer äusserst gesunden Finanzierung vor allem jemand der den Mut hat, das dann auch wirklich durchzuziehen und nicht aufzuhören, wenn es immer mehr schmerzt. Daher gilt hier mein vollster Respekt allen, die sich immer wieder in dieses Wagnis stürzen und geht man auch mal unter - so hat man es doch wenigstens versucht.

Von Natur aus bin ich keine Leisesprecher, aber es gibt Projekte, die würde ich selbst meinem Riesenego nicht zutrauen. Eines dieser Objekte zeigte man mir Ende des letzten Jahres in Dresden und als ich die Dimensionen dieser Bar sah, da wurde mir doch echt bange, daher freue ich mich umso mehr heute endlich dort mal vorbeizuschauen.

Ich werde heute im Royal Dresden vorbeischauen und sehen was Ulf Neuhaus da gestemmt hat, als er mir das Objekt das erste Mal zeigte, war ich ehrlich baff und dachte mir:
Ulf! Wenn du das Ding aufkriegst hast du schon mal einen Preis verdient, wenn das dann aber auch noch gut wird, dann hast du ehrlich die dicksten Eier in der Szene.

Mittwoch, 12. Januar 2011

und der Vorhang fällt

oder der wahrscheinlich letzte Teil der elenden Fentimans-Saga...



Was soll man noch sagen bzw schreiben was noch nicht bereits 1000 mal vorgetragen wurde:

NICHTS!!!

Herr Meyer und Frau Krahmer stemmen sich nun noch ein letztes Mal auf, um diese elende Versorgungslage endgültig zu beenden, doch man darf gespannt sein, was dabei herauskommt. Ich wünsche allen spammenden Kollegen viel Erfolg beim kleinen
Kunden versus Produzenten Battle.

Meine radikale Empfehlung an Fentimans lautet:
MOVE YOUR ASS...


It is a shame what happens here, all the customers cry for Fentimans and you do nothing for them. Everyone fight for your BRAND here, but you leave them alone.
Your Invest for the German Market is not existent and you still told the people yes we do something for you. Please think about your delivery-Problem first and than start to inform us.

Shame on you Mr. Fentimans

Sushi, Sushi, Sushi

oder die Fischfabrik lädt auch zur Sushi-Nacht...
Die Sushi-Nächte in der Triobar sind legendär und stets loben unsere Gäste das excellente Sushi vom "Rohen Botschafter", Eman ist der Mann wenn es um rohe Köstlichkeiten, aber wir fühlen uns verpflichtet eine strikte Warnung auszusprechen:
ACHTUNG!!!
ACHTUNG!!!
Dieses Sushi macht süchtig nach mehr und verleidet einem all die vielen schlechteren Sushibuden in der Stadt.
Wer einmal die Qualität des Rohen Botschafters genossen hat, der kann nicht wieder zurück!


Ich bin morgen in Dresden, aber wer Zeit und Lust hat, der sollte in die Danziger Str morgen kommen, dort fabriziert der Rohe Botschafter ab 18.00 Uhr mal wieder eine Sushi-Nacht in der Fischfabrik.

Dienstag, 11. Januar 2011

2. Studentischer Cocktailcup

oder ab nach DRESDEN



Nun bereits zum zweiten Mal veranstalten die Wunderbar Dresden und der Club Aquarium DEN studentischen Cocktail Cup in Dresden.
Die Teilnehmer streiten sich dabei um ein honorierendes Glas (alias den Cup) sowie um folgende Preise:
1. Platz - Teilnahme im Workshop bei De Kuyper Works, 3 Tage Rotterdam
2. Platz - Ein Wochenende Wellness im "El President" Hotel, Bad Schandau
3. Platz - Die nächste Party wird bunt, ein Mal wunderbar frei Haus


Es werden 12 studentische Clubs und Vereine aus Dresden antreten um sich den prüfenden Blicken (und Zungen) der Jury zu stellen."


Mehr Infos findet ihr hier

Speak Easy in Berlin

oder ein netter Artikel über unsere kleine Bar!

Speak Easy in Berlin so war die Überschrift in der Berliner Zeitung und die den hart arbeitenden Rumexperten Becker zeigte; die Modellaufnahmen des faulen und extrem gutaussehenden anderen Barbesitzers zeigte man leider nicht, dafür aber seine respektable Tequilaauswahl. Na man soll ja nicht immer nur meckern und selten habe ich eine derart interessierte und neugierige Journalistin bei mir in der Bar gehabt.
Da verzeihe ich auch gern den Fehler mit dem H im Mai Tai und freue mich nun euch das kleine Lesevergnügen präsentieren zu dürfen:
27.12.2010 Speak Easy in Berlin

Montag, 10. Januar 2011

wehmütige Blicke in die englische Blogworld

oder der Prophet im eigenen Land...

Still ist es hier geworden und das ist mir durchaus schmerzlich bewußt geworden, nicht erst als ich diesen sehr schönen Artikel im Drinkblog las, sondern bereits Wochen davor.
Ich möchte mich nicht direkt bei meiner Leserschaft entschuldigen, aber vielleicht ein wenig erklären, wie es dazu kam:
Gründe wären da viele, aber die wohl wichtigsten sind einmal privater Natur und dann auch beruflicher.
Von privater Seite ist stolz zu verkünden, das ein neues Familienmitglied bereits Ende des Jahres 2010 noch in wilder Eile sich zu uns gesellt hat und unsere geliebte Ordnung völlig neugestaltet hat und seitdem Improvisation vorherrscht und dieser süße Knabe (Louis Nathanael - ja wir bleiben unsere Liebe zu ausgefallenen Namen treu ;-) meine knappe Freizeit völlig verschlingt.
Knappe Freizeit jedoch auch bedingt durch mein neues Arbeitsfeld als Brand Ambassador für Diageo, in das ich mich auch erstmal einarbeiten musste und vieles auch neu lernen musste. Daher muss ich zur Zeit stark sondieren, wie und wann ich am besten zum schreiben komme, aber gelobe hiermit feierlich Besserung, wenn auch nicht sofort! ;-)

Für all diejenigen die nun wieder verklärt anfangen über die hohe Qualität und die wahnsinnige Quantität der englischsprachigen Barblogs zu philosophieren, der denke bitte auch stets daran, das die Blüten im eigenen Garten nur dann so schön werden wie die Prämierten des Nachbarn, wenn sie genauso viel Pflege & Aufmerksamkeit erhalten...

Ciao Mike

Montag, 20. Dezember 2010

Berlin im Schnee

oder die weisse Pracht legt die Stadt lahm...

Mühsam kämpft Mann oder Frau sich durch die Stadt, die mal wieder in den Schneefluten zu versinken droht und mit der typisch Berliner Schnauze zwängt diese Metropole das Sommergrinsen aus dem Gesicht ihrer Anwohner. Was übrigt bleibt sind vermummte Wintergesichter, die Augen stets auf den Weg vor sich gerichtet. Das städtische Weihnachtsmarktspektakel aller Ortens verstärkt noch den Wunsch sich zu verstecken; so mancher sonst gut genutzter und hochfrequentierter Flecken Berlins wird unmotiviert mit Weihnachtsmarktbuden bepflastert und dessen Warenangebot scheint eher aus den Plastik-Kopier-Werkstätten aus Fernost zu bestehen. Unzählige Varianten von miesen Glühweinen angeboten vom schwer durch Wham-Last-Christmas-geschädigten Verkäufern besiedeln die Einkaufszonen und erwecken in mir eher Nerohafte Züge
(Wenn alle Buden brennen...) und soviel Alkohol kann man gar nicht trinken, als das in einem irgendwie noch Adventsstimmung zaubern könnte.

Wo bleibt der erste Weihnachtsmarkt mit Hot Buttered Rum und dezenter weihnachtlicher Klassik, ohne Plastikscheiss aus Fernost und ohne Blink-Terror-Weihnachtslichterkranz?

naja,
werde mal aufhören zu nörgeln und lieber mich weiter um die Geschenke für meine Lieben kümmern und nun ab in die Weihnachtsdekohölle KADEWE...

Samstag, 18. Dezember 2010

Fentimans aufgepasst


oder Thomas Henry denkt auch an Berlin...

Ich bin es leid zu hoffen das Fentimans sich nochmal zeigt in Berlin
und umso mehr freute ich mich über den Anruf von Sebastian Brack der mir stolz verkündete:
Thomas Henry is in Town!!!


Ich sehe Thomas Henry als echte Alternative gegenüber Fentimans und erst recht für diejenigen, denen Fentimans Ginger Beer stets etwas zu scharf alias Ingwerlastig war.
Thomas Henry hat ein gelungenes Packaging, die Qualität ist wirklich gut und dank einer riesigen Lieferung (man munkelt von einer mehrstelligen Palettenanzahl) problemlos erhältlich.

Zu beziehen über WELIFA, Löffelsend und andere...

Berlin hat wieder Ginger Beer und nicht nur das,
aber schaut selbst
Thomas Henry

Dienstag, 23. November 2010

Vodka, Vodka, Vodka

oder der ungeliebte Freund...

Vodka!?! Was kommt denn jetzt??? Fragt ihr euch vielleicht!
Will mich da einer bekehren, der selbst kein grosser Verfechter des Wässerchens ist???
Naja, ich gebe es zu - Vodka war nie mein Favorit im Backbord und die meisten
Vodka-Drinks halte ich für Softdrinks denen Alkohol - den besonderen Kick verleihen soll,
eine Aufgabe die an sich schon nicht hervorhebenswert ist.
Vodka jedoch ist der kleine Goldesel der meisten Bars, denn meist sind es die Vodkabasierten Cocktails oder Longdrinks, die vielen Bars das überleben sichern.
Bevor Vodkaproduzenten die Bartender als lohnendes Klientel erkannt haben, hatte die Spirituosenindustrie eher wenig Interesse an den Personen die hinter dem Tresen standen und ihre Gäste mit Mixgetränken versorgten. Vodkafirmen luden zuerst zu grossen Tastings und Produktpräsentationen die Barkeeperschaft in angesagte Locations. Vodkafirmen forcierten die Ideen des Flaschenverkaufs in Clubs und kopierten so gnadenlos die grossen Champagnerhäuser mit Magnum- und Doppelmagnumflaschen.
Die meisten Clubs verdienten sehr gut daran und so mancher Startender kam so das erste Mal mit Premiumprodukten in Berührung.
Doch leider überzogen es viele Marken gerade mit diesem Premiumgedanken und jede Woche beauftragten Vodkafirmen PR-Agenturen mit neuen Premiumlancierungen ihrer Produkte und immer abenteuerliche Ideen spinnten sich da einige Firmen und PR-Agenturen zusammen, während all dieser vermeintlichen Hoch-Zeiten des Vodkabooms aber vergass man völlig die Nachhaltigkeit und die Seele des Vodkas.
Die 18-fache Destillation und 1001 Filtration wirkten zum Schluß nur noch wie die Geschichte von den neuen Kleidern des Königs und verärgert drehten viele Bartender dem ehemaligen Segenspendeten Vodka einfach den Rücken zu. Längst waren die Bartender nur noch Statisten für die Marketing- und PR-Agenturen und ehe man sich versah waren vielen aus der Bartender-Szene lieber auf andere Spirituosen umgestiegen und überzeugten nun begeistert auch ihre Kundschaft davon. Der Vodka hat viel Kredit verspielt, aber bis heute ist er die meiste verkaufte Spirituose in Deutschland.

Ich mag ehrliche und gut gemachte Spirituosen, egal ob Whisky, Rum, Tequila oder halt auch Vodka.

Donnerstag, 18. November 2010

Ein geniales Tonic & famoses Ginger Beer II


oder viel Nachfrage, aber anscheinend keinen fähigen Vertrieb mehr...

Ich war ein grosser Fentimans Fan bin und das nicht nur weil ich Fentimans damals mit den Weg nach Deutschland geebnet habe, sondern weil es einfach Klasse ist und das Packing schlägt alle anderen Anbieter um Längen. In den Anfangszeiten kam ich mir vor wie einer der Rum-Runner während der Prohibition, wir schmuggelten es Trayweise in die guten Bars, um es in den gehobenen Trinkstätten Berlins anbieten zu können.
Matthias Eikerling, war überzeugt vom Potential und kontaktierte England um es regulär zu erhalten und um es mal mit diesem wunderbaren Produkt zu versuchen. Das war zu einer Zeit, als ein Upgrade beim Tonic noch fast völlig unbekannt in Deutschland war. Die Top-Bars schenkten damals alle Schweppes aus, aber das sollte sich schon bald ändern...

Matthias Eikerling kämpfte um dieses Produkte mit Fentimans, doch Fentimans investierte zu keinem Zeitpunkt selbst in den neuen Markt, arg verspätet schaffte Matthias es dann doch in den Markt und war so doch der erste Importeur, der den überaus schweren Weg durch die Pfandreglung schaffte.
Auf dem dunklen Markt der gierigen Softdrinks-Trinker hatten sich schon einige versucht, aber sie scheiterten dann doch alle an der Pfandreglung (RIP Fever Tree,...).

Fentimans entwickelte sich rasch zu einem echten Hingucker an der Bar. Unzählige Gäste verschwanden mit den kleinen Flaschen in den Taschen und man entdeckte sie dann als Dashbottles oder Blumenvase bei Caterings wieder. Die Gäste liebten dieses Tonic und auch das Ginger Beer hatte schnell einen festen Freundeskreis gefunden.

Lange Zeit versorgte ich unzählige Bars und Händler mit Infos zur Beschaffung von Fentimans Produkten, die Erfolgsgeschichte von Fentimans wirkte schon wie in Stein gemeisselt, als Matthias einige berufliche Probleme bekam - so gab es plötzlich Lieferengpässe und zuweilen auch längere Marktaussetzer. Statt den Importeur und das Produkt weiter ruhig in den Markt eindringen zu lassen, verfolgte Fentimans wohl keinerlei Interessen beides zu unterstützen. Auf den rasanten Aufstieg kam nun eine Phase die keinem Vertrieb gut bekommt, Fentiman war zwar sehr begehrt, aber nicht mehr verfügbar. Fentimans hatte wohl das Vertrauen verloren in den Geschäftsmann Matthias Eikerling und statt ihm zu helfen den neuen Markt gemeinsam zu bearbeiten, suchte man nach neuen Partnern. Man überliess Matthias seinem Schicksal und verkündete bereits neue Vertriebswege, die sich jedoch alle als Sackgassen erwiesen.Nun präsentierte man sich stolz beim BCB mit eigenem Stand und neuem Vertriebspartner, doch das was mir dort versprochen wurde:
Ist in 3 Wochen in ganz Berlin erhältlich, auch in allen Gebindegrößen und ganz ohne Pfand. Wir liefern es und holen die leeren Flaschen auch ab und und und...

NICHTS davon hat sich als wahr erwiesen... L E I D E R
Wer weiß was neues von Fentimans, oder ob es wieder regulär irgendwo erhältlich ist???

SCHADE um dieses fantastische Produkt, auch wenn ich hier die Fehler nicht nur bei einem sehe, so sollte Fentimans vielleicht doch nochmal überlegen, ob der neue Weg wirklich der erfolgreichere ist...

Mittwoch, 17. November 2010

Agave - nichts als Agave

oder ein wunderbarer Workshop im Zeichen der Lilie...


Gestern konnte man es schon lesen und jetzt schon wieder?!?!
Dieser Nachtrag zum Tequila-Workshop war notwendig, da es mir und Sonja gelungen ist
einen weiteren Agavenkenner ins Boot zu holen. Axel Huhn von der Mezcaleria-Berlin wird uns unterstützen und sicherlich viel Wissenswertes zum Mezcal, den roughen Bruder des Tequilas beitragen können.
Ich freue mich mit diesen beiden Agaven-Spezialisten an meiner Seite euch ins Reich der Agaven führen zu können und mit Sicherheit werden wir als Trio Infernale in die Herzen der Agaven eingehen ;-)
also meldet euch noch schnell an...
4 Plätze sind noch frei...

Agaven-Workshop Trio Infernale
Casa de Mayahuel (alias Triobar)
Donnerstag 14.00 - 17.00 Uhr

Dienstag, 16. November 2010

Tequila-Tasting

oder die Agaven-Prinzessin kommt nach Berlin...



Tequila, Tequila, Tequila!!!
Sonja Erler von Sierra Madre Trendfood ist mal wieder in der Stadt und es ist mir eine grosse Ehre mit ihr zusammen in der Triobar ein Tequila-Tasting abzuhalten. Sie wird über die CRT und ihre Regularien berichten und ebenso diverse 100% Agaven-Tequilas aus dem Hause Sierra Madre Trendfood vorstellen, ich berichte von Don Julio, 1800 und Jose Cuervo.
Triobar Tequila-Tasting
Donnerstag, 18.11.2010
14.00 - 17.00 Uhr


Also wer Lust hat dabei zu sein,
der melde sich bitte bei mir per Email an:
info@triobar.net

Freitag, 12. November 2010

Stuttgart versuchts nochmal...

oder Barkultour die Zweite im Ländle...

Heute erhielt ich eine Email von Bloom Concepts (alias Dimi Lazaridis),
in der er mitteilt, das auch die Barkultour in Stuttgart ein zweites Mal sich präsentieren will. Damit wird die Barkultour 2011 in Stuttgart wohl auch die erste Barmesse im neuen Jahr sein. Letztes Jahr war ich dabei, sowohl um meine Neugier zu stillen, als auch um die Stuttgarter Barszene zu unterstützen. Das was da im sonst so stillen Ländle sich gerade zusammenbraut, dürfte ein wahres Zauberelixir für die Barkultur Stuttgarts werden. Einer der genialen Macher davon ist das Zippe, ein bartendes Wesen was soviel Energie wie 3 Metropolen hat und liebenswürdig wie der nette Hundewelpen vom Nachbarn ist, jedoch mehr Strippen zieht als es die besten Marionettenspieler können. Kurz gesagt ein verrückter Tausendsassa, aber auch ein Kollege ohnegleichen. Sein Gegenstück ist Florian, der ebenfalls kreative Initiator, aber der ruhende Pol des Dynamic-Duos und wohl einer der besten Organisatoren überhaupt.

Die Barkultour 2010 rief gemischte Gefühle bei mir hervor, die Location war top, aber die Aufteilung der Areas, speziell der Tasting-Area war eher grenzwertig. Doch laut des PDF-Grundrisses wird das 2011 anders sein und man hat aus den Erfahrungen von 2010 gelernt und einiges anders gemacht. Ich bin gespannt, also ich werde wohl da sein...
und Ihr???

Doch lest selber:

* Wichtige Informationen !!!

Barkultour geht in die 2. Runde!

Treffpunkt und Wegweiser für die Bar- und Gastroszene in Süddeutschland – Networking at its best.

Stuttgart kommt dazu. Barbesitzer, Bartender, Gastronomen und die Zulieferindustrie im engen Austausch. Ein authentischer Treffpunkt von Marken, Workshops, Trends und Top-Ausstellern von Profis für Profis.

Barkultour 2011 - Die Fachmesse für die Gastroszene am 24. und 25. Januar in Stuttgart

• Effizientes Networking

• Maßgeschneiderte Produkte und Themen für die Gastroszene

• eine Fachmesse, die eine spannende und lebendige Art demonstriert

• feinstes Entertainment – das was die moderne Bar- und Gastroszene eben ausmacht

Mission 2011: Dieses Projekt zu einem festen Bestandteil der Messelandschaft in Süddeutschland machen.

Konzept 2011: Über 40 Topaussteller und mehr als 2.500 Fachbesucher!

Konzeption und Themenbereiche

Mit dem Römerkastell haben wir einen geschichtsträchtigen Veranstaltungsort gefunden der der Barkultour einen eigenen und einzigartigen Charakter verleiht und Ihnen als Aussteller den perfekten Markenauftritt auf mehr als 1500 m² garantiert.
... ... ...

Donnerstag, 11. November 2010

Herr Lauterback irrt sich

oder die Wodkaprinzessin von Manhattan...

Man sprach mich vor kurzem auf eine meiner Cocktailvarianten an und ob ich die nicht etwas frech nur abgekupfert hätte. Generell sind Varianten von Cocktails ähnlich stark vertreten wie Fusspilz und andere Unannehmlichkeiten, aber meist sind sie kein Ärgerniss, sondern gleichen eher den persönliche Preferenzen zum Lieben oder Hassen. Manche Varianten finde ich persönlich sehr toll und Freunde von mir schauen mich ungläubig an, aber das ist halt der persönliche Geschmack und über diesen braucht man nicht streiten. So manchen Drink den man glaubt erfunden zu haben, findet man Jahre später in einem Buch wieder, dessen Ausgabejahr eindeutig belegt das man wohl doch nicht der Erfinder war. So beanspruche ich auch keineswegs das Privileg das ich der einzig wahre Erfinder der Twisted Bloody Mary (alias BCB ... ) wäre, doch weise ich Herrn Lauterback hiermit daraufhin das meine überaus reizende und verführerische Co-Moderatorin Elayne Duke ihn nicht erfunden hat, sondern nur mit mir ihn ausgeschenkt hat, das ich überhaupt nicht in seinem Blogartikel vorkomme - kann ich allerdings bestens verstehen, wer Elayne einmal live erlebt hat, der vergisst vieles, aber niemals die Wodkaprinzessin von Manhattan...

Dienstag, 9. November 2010

Berliner Gedankensplitter 1

oder Berlin einfach mal aus meiner Sicht...

Der Herbst wütet wütend in Berlin und macht jedem klar das 2010 bald vorbei ist, zwischen Regenschauern und Bergen von Blätter auf den Strassen, zeigt Berlin mal wieder sein hartes Gesicht. Der November ist generell kein Wonnemonat, aber in meiner geliebten Heimatstadt ist er stets ein Prüfstein und oftmals bereitet er so manche Trennung von Zugezogenen vor.
Wer Berlin im Frühjahr oder Sommer kennenlernt, der verliebt sich meist Hals über Kopf in diese seltsame Provinz-Metropole und dank der Schmetterlinge im Bauch und unzähliger schöner Erinnerungen an den Sommer in der Stadt, übersteht man den grauen und widerwärtigen Winter meist den Umständen entsprechend gut. Anders geht es denen, die Berlin im Winter oder kaltem Herbst kennenlernen müssen, oftmals zieht es diese schnell wieder zurück in die heimatlichen Gefilde, denn Berlins Sommer hat keine Chance diese Gäste mit seinem süßen Charme zu betören und so bleibt einem meist nur die bittere Erfahrung eines giftiggrauen Berliner Winters.
Ich liebe diese Stadt und ihr kulturelles Spannungsfeld, die komplexe Dichte von Museen, Ausstellungen und Galerien. Geniesse die unzähligen Spätkaufs, ebenso wie das dichte Verkehrsnetz, die Weite der Stadt und lächle zuweilen über ihr kleingeistiges Politik-Provinz-Theater. Bin begeistert von erfolgreichen Integrationsgeschichten a la Couleur, doch auch ebenso geschockt von rassistischen Übergriffen, egal nun ob auf Türken, Deutsche, Farbigen oder anderen Gruppierungen.
Ziehe euphorisiert von Bar zu Bar, realisiere schmerzhaft all die heimlichen Untergänge und Pleiten anderer Kollegen, bin erfreut über jeden konspirativen Widerstand a la Neueröffnungen!!!
Die härteste Zeit Berlins steht mal wieder vor den Toren der Stadt und nur allzu gern würde ich sie draussen stehenlassen, aber auch in diesem Winter werden Berlinfans mal wieder kämpfen müssen, um der besten Stadt der Welt nicht den Rücken kehren zu müssen.

Adieu Sommer,
vergiss uns nicht - komm bald wieder

Sonntag, 7. November 2010

Indian Summer

oder wenn der Herbst die Blätter färbt…

Kalt und nass hat uns der Herbst erwischt,
man sehnt sich wieder nach Wärme und Geborgenheit.
Hier meine kleine Drinkauswahl für die kalten Tage
und die allmonatliche Barbesetzung im Marriott.

Der Termin im November ist der 15.11.2010 ab 18.00
im Marriott-Hotel am Potsdamer Platz!!!

Gold-Nail
Der Rusty Nail in einem neuen Gewand. Die moderne Variante des alten Klassikers
mit 12 Jahre gelagertem Whisky und vollmundigen PX-Sherry.
traubig, süßlich und anregend-rauchig

Cragganmore 12 Jahre, PX-Sherry, Smoky-Gomme 12,-

Goldblaue Flammen
Eine herbstliche Variation vereint zwei Cocktails der besonderen Art, Symbiose eines Klassikers und eines baldigen Klassikers.

Elegant, zarte Süße und komplexe Whiskyaromen

Johnnie Walker Blue Label, Goldengel, Port, Sternanis, Zimt 12,-

White Clouds of a Guatemala Martinee
Vanille, Nougat und Kaffee umspielt von einem der feinsten Rumdestillate der Welt ergeben ein außergewöhnliches Gaumenfeuerwerk.
Eleganter Rumdrink mit Kaffeearomen, zartem Milchschaum und leichter Nussigkeit

Ron Zacapa 23, Frangelico, Espresso, Sahne 10,-

Full Scottish Breakfast
Wohl der delikateste Botschafter der schottischen Küche, dieser Cocktail präsentiert die schönsten Aspekte Schottland und verführt die Zunge wie es nur selten geschieht.
Whisky gepaart mit einer seidigen Textur und fruchtigem Orangenaroma

Johnnie Walker Blue Label, Zitrone, Eiweiß, Gomme, Orangenmarmelade 10,-

Indian Summer
Frische Minze gibt sich der Fruchtigkeit von dunklen Beeren hin und freut sich auf die zarte Grapefruit, doch erst durch die Verbindung von Ginger Beer und Bourbon wird dieser Drink vollkommen und lässt die Zunge tanzen.
leicht und frisch

Chambord, Woodford Reserve, Grapefruit, Zitrone, Minze, Ginger Beer 10,-

Samstag, 6. November 2010

Eine kleine Geschichte der heutigen Essensweise

oder der kleine Zugknigge

Der Tagesspiegel gewährte mir mal wieder ein kleines Lesevergnügen und so möchte ich euch dieses nicht vorenthalten.
Ich persönlich fände ein Handyverbot in Restaurants löblich, auch wenn ich mich selber leider nicht immer daran halte...

Na dann hoffentlich viel Spass mit Knigge im Zugrestaurant

Samstag, 30. Oktober 2010

Range Bar

oder eine richtig gute Bar erwartet man wohl kaum in einem Autohaus

Der Kudamm ist für mich immer noch ganz klar West-Berlin, aber West-Berlin sonst stets arm, aber satt am Nabel der alten BRD musste auch dazu lernen. Die Wieder-Vereinigung kam und Ost-Berlin, der kleine oft belächelte Bruder aus dem Osten avancierte vom grauen Schmuddelkind schnell zum Shootingstar der Independent-Szene. Dem Kudamm war das egal, schliesslich war er die einzige noch mondäne Einkaufsmeile der Stadt, egal ob Ost oder West und auf diesem Status ruhte er sich viel zu lange aus. Streng genommen ruhte er sich nicht aus, sondern er verpennte den Wandel völlig, als er sich dann endlich aufraffte den neuen schicken Flaniermeilen a la Friedrichstr. und Co Paroli zu bieten, da war es für ihn schon fast zu spät. Das Cafe Kranzler, Big Eden, das feine Sabo, das Far Out, einige Kinos und viele kleine, aber sehr feine Adressen hatten diesen Dämmerschlaf nicht überlebt oder mussten hart umdisponieren bzw vom Platz weichen. Die Vermieter waren lange noch vom Image ihrer Gebäude und der ehemaligen Topadresse überzeugt und dem entsprechend horrend waren die Mieten, aber die Berlinbesucher haben den Kudamm inzwischen nur noch als einen Programmpunkt von vielen auf ihrer Tagestourprogrammen und sein legendäres Nachtleben ist heute eher legendär als pulsierend. Im "hinteren" Teil des Kudamms (Richtung Halensee und seinen legendären Cadillacs), spätestens nach der Universum Lounge denkt man eigentlich nur noch an die kommende Autobahnabfahrt, aber nicht mehr an einen schönen Barabend.
Doch genau dort hat sich eine kleine neue Oase entwickelt, ein Platz der einlädt doch nochmal zu verweilen, um vor dem grossen Kamin Platz zu nehmen und einen guten Cocktail zu geniessen oder bei der exquisiten Spirituosenauswahl die eine oder andere Rarität eingegossen zu bekommen. Range Bar heisst sie und wer jetzt noch grübelt, woher diese Bar ihren Namen hat, dem sei gesagt das die Bar am Kudamm 106-108 ist, genau dort wo früher Eduard Winter (West-Berlins grosser VW-Fürst) sein Stammhaus hatte.
Eine Bar in einem ehemaligen Autohaus? Nein keineswegs, denn die Range Bar ist in einem Autohaus, aber nicht in einem ehemaligen sondern in einem neuen und etwas anderen Autohaus. Was früher die kreuzbrave Adresse von VW-Suchenden war ist heute die feinste Adresse für Jaguar, Land Rover und Range Rover in der Stadt und auch eine der schönsten Bars des Kudamms. Das zumindest ist meine Meinung, aber die ist sicherlich stark gefärbt da diese Bar stark auch meine persönliche Handschrift ziert.
Sie verfügt über eine äusserst bequeme Sofalandschaft vor dem Kamin, wunderbare kleine Gimmicks a la ipad und Co, eine beeindruckende Spirituosenauswahl und ein noch stärkeres Barteam. Der Kudamm braucht solche Impulse und ich hoffe das Berliner Publikum hat auch wieder Lust solche zu entdecken...

Samstag, 9. Oktober 2010

BCB alias Berlin Club Breakfast

oder eine Bloody Mary die satt macht...



Während meiner Vodka-Session für Ketel One beim BCB 2010 präsentierte ich eine
Molekular-Bloody-Mary und nun wurde ich mehrfach gefragt, ob ich nicht das Rezept veröffentlichen könnte, hier mit komme ich diesem Wunsch nach:

6 cl Ketel One Vodka
1 cl Ahornsirup
12 cl Tomatensaft
3 ds Tabasco red
2 ds Tabasco green
1/2 BL Meerettich
1 Prise Meersalz
alle Zutaten im Rührglas auf grossen Cubes verrühren...

Sellerie-Schaum
5 Stangen-Sellerie entsaften und den Saft mit 15 cl Ketel One Vodka Citron sowie 2 Eiweiss und 5-8 Eiswürfeln in einen Syphon giessen und mit 2 Patronen aufschäumen.
10 Minuten kalt stellen!

Breakfast-Stick
2 Cherrytomaten, 2 Mozzarellabällchen, 2 Scheiben Walnuss-Salami und 1 Scheibe Pumpernickel
Erst Tomate, dann Mozzarella, dann die gerollten Salamischeiben aufspiessen, dann wieder Mozzarella und Tomate, zum Schluß dann die Pumpernickelscheibe.

Bloody Mary in einen Cocktailspitz giessen, aus dem Syphon den Sellerieschaum als Topic setzen und dann den Spieß darauf.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

BCB Impressionen 2010

oder Respekt an das gesamte Mixology-Team...

Der BCB ist vorbei und mit ihm sind wohl auch die härtesten Tage des Jahres vorbei,
es war eine wunderbare Zeit, aber sie war auch wahnsinnig hart. Mein Respekt gilt besonders den vielen Berliner Bartendern, die der ungeheuren Doppelbelastung standgehalten haben:
Morgens Organisationstatlente - Mittags Messebesucher - Abends Gastgeber
und dann das gleiche nochmal...


Für mich persönlich war diese Messe auch nochmal etwas ganz besonderes, es war mein erster grosser Auftritt als Diageo Reserve Brand Ambassador Berlin.


Ich leitete mit Elain Duke (D.R.B.A. New York) das Vodka-Seminar und war überrascht wieviele Gäste wir schon Mittags da hatten und die unserem USA-BRD Vodka Geschichten lauschten, vielleicht lag es aber auch nur an unseren Frühstücksdrinks! ;-)


Nach meiner Meinung war dieser BCB der beste bisher und die kleinen Mängel (etwas findet man ja immer;-) lassen sich bestimmt auch noch abstellen. Insgesamt war das Programm brilliant aufgestellt und auch die abendlichen Parties überall bestens besucht.


Die Resonanz aus dem Ausland war riesig und die Messe hat einen wahnsinnigen Eindruck bei vielen aus der internationalen Barszene hinterlassen.
Deutschland rückt immer mehr in den Fokus,
lasst uns weiterhin dafür Gas geben.


Hier war der Name wohl leider Programm:
3,20 € für einen Latte Macchiato to go fand ich dann doch etwas happig...




Sehr gut fand ich die Idee mit der Zuckerrohrpresse schade das sie leider so früh kaputtging, nicht ganz unschuldig daran der Herr auf dem Foto!!! ;-)

Montag, 4. Oktober 2010

Ein Disclaimer in eigener Sache

oder verraten und verkauft, aber nur mich... ;-)

Während Herr Meyer vor kurzem die gesamte Cocktailblogerszene noch für ein Flugticket verhökerte, bin ich nun dran und an der Reihe zu gestehen:

Ja - ich habe es auch getan, ich habe mich nun fest mit der Industrie eingelassen.

Seit dem 01.10.2010 bin ich offiziell der DIAGEO Reserve Brand Ambassador Berlin


Keine einfache Entscheidung war das für mich, aber mit keiner anderen Spirituosenfirma fiel es mir so leicht und wahrscheinlich hätte ich es auch für keine andere Firma gemacht, aber man soll ja niemals nie sagen.

Ich arbeite seit vielen Jahren bereits mit DIAGEO und ganz speziell mit Alexander Scanlan eng zusammen und freue mich nun diesen nächsten Schritt zu tun. Diageo und ich werden nun versuchen das Beste aus mir herauszuholen und ich hoffe das die Zusammenarbeit lange anhalten wird und äusserst erfolgreich wird.

Was ich aber ganz besonders hoffe, das ihr meine Entscheidung akzeptiert und mit mir weiterhin redet. Ich stehe kritischen Tönen gegenüber Diageo, aber auch mir klar weiterhin offen gegenüber und nehme sie auch sehr ernst.

also dann bis nachher auf dem BCB...

Good morning Berlin

oder warum bin ich noch so müde...

Die Mission im Pott alias Barbesetzer in der Wandelbar war eine sehr schöne Veranstaltung gestern, doch so schön sie auch war, sie war dann doch länger als gedacht.
Schuld daran, trägt durchaus auch HERR ZIPPE!!!
Aber wer will sich hier schon beschweren - keiner, nein ganz im Gegenteil sogar.

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Barbesetzern aus dem Ruhrpott bedanken,
die haben gestern wunderbare Cocktails geschickt,
meine Zunge immer wieder aufs Neuste mit leckersten Aromen versorgt,
waren stets gut gelaunt und ganz fantastische Arbeit gemacht!


C H A P E A U !!! R E S P E C T !!!
Das war ganz grosses Kino!!!!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Berlin, Berlin, Berlin

oder das Treffen der Barszene alias der BCB...

Seit Tagen rauschen Statusmeldungen über Facebook die den BCB hauptsächlich als Inhalt haben, es scheint als wäre es kaum möglich innerhalb der BCB-Tage ausserhalb von Berlin einen Drink zu nehmen, da fast alle Bartender und Kollegen hier sind. Umgekehrt scheint es wohl aber auch so, das man wohl kaum in eine Berliner Bar kommen wird, das soviele Kollegen aus ganz Deutschland hier sind!
GEFÄLLT MIR!!!

Gestern waren schon ganz wunderbare Gäste aus ganz Deutschland an meinem Tresen, ganz Deutschland, nein nicht ganz, richtige Berliner waren eigentlich keine da... egal!!!

Wer heute Abend Lust hat, mal was ganz anderes wieder zu erleben, dem empfehle ich im Marriott-Hotel am Inge Besheim Platz 1 (Potsdamer Platz) vorbei zuschauen, dort ist das Team vom Mischen im Pott am Werke. Es geht bereits ab 19.00 Uhr los in der Wandelbar...
ich werde auch dort sein und den Jungs mal über die Schulter glotzen,
bzw sie tatkräftig unterstützen!!!

Samstag, 2. Oktober 2010

Drunter & Drüber

oder das alljährliche Chaos vor dem BCB...

In den letzten Tagen stand mein Telefon kaum mehr still...

Es klingelt und ein nervöser Aussteller fragt, woher er jetzt noch schnell Sazerac Rye 18 Jahre kaufen kann. Ich versorge ihn mit der Adresse eines exclusiven Whiskeyhändlers und er ist über glücklich.

Das Vibrieren ddes Mobiltelefons hält mich vom tippen einer wichtigen SMS ab und kaum rangegangen erwischt mich schon der Redeschwall eines Verteters, der gerne noch einige Produkte bei mir in der Bar platziert hätte, schliesslich wollte seine Chefetage während des BCBs unbedingt mal vorbeischauen bei mir. NEIN DANKE!

Mein Postfach lädt mich gerade zum dritten Essen während der BCB-Tage ein und gerne würde ich zusagen, aber leider muss ich immer an den Tagen Abends arbeiten. Gute Versorgung mit tollem Essen ist in diesen stressigen BCB-Tagen eher Mangelware, daher ist das ganze umso ärgerlicher.

Einer meiner Lieferanten ist total im Verzug mit der Lieferung zum BCB, umso nerviger ihm jetzt noch hinterher telefonieren zu müssen.

Das Hotel, indem ein Teil meiner Bargäste übernachtet ist völlig überbucht und nun mal noch schnell zwei Zimmer umbuchen und ein passendes anderes Hotel finden. Absolut überflüssig!

Eine Agentur fragt nach, ob ich nicht Lust hätte mich mit ihnen zu treffen zwecks einiger Fragen zum BCB. (also ob ich Zeit dafür jetzt hätte...)

Ein Kunde, der unbedingt mich noch Tage zuvor nervte mit Detailfragen zu seinem ersten Messeauftritt beim BCB ist plötzlich nicht mehr erreichbar.

Mein Freund und Geschäftspartner Dirk hatte die glorreiche Idee sich einen neuen Tresen bis zum BCB bauen zu lassen, nun werkeln er und der Tischler wie die Berserker im Rum-Club; dazu kommt noch ein Dutzend wilder Handwerker der Hausverwaltung, die einen Wasserschaden versuchen in den Griff zu bekommen.

Ständig erreichen einen Lieferungen für die grosse Tiki-Party im Rum-Club und die Karte muss endlich auch noch Final bearbeitet werden.


Das ist der alljährliche Wahnsinn vor einer Barmesse...

Freitag, 1. Oktober 2010

Barzone 2011 in neuer Location

oder die andere Barmesse zieht nun auch um...

Der aktuelle Fizz-Newsletter informiert:
barzone 2011 mit neuer Location im Herzen Berlins
Nach drei Jahren zieht die barzone um und wird für Aussteller und Besucher attraktiver denn je. Das neue Zuhause ist die STATION-Berlin in Berlin-Kreuzberg. Die Location im Stil der Zwanziger Jahre bietet 20.000 Quadratmeter Eventfläche und damit genügend Platz für die Bar and Restaurant Business Show, die 2011 noch größer und vielfältiger sein wird.


hier für alle die mehr wissen wollen...