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Dienstag, 1. März 2011

Grüne Biester überall

oder von Verwandten und Varianten...

Zuweilen glaubt man ja schon überall Gespenster zu sehen und mir geht es fast ähnlich, nur sind es bei mir eher grüne Biester. Doch die sehe ich immer öfter wenn ich in Bars meine raren Abende verbringe, farbige Biester aller Art schauen mich da aus den Karten an und verlocken meine Zunge zu wilden Sammelbestellungen und das obwohl ich kein grosser Anisfan bin.

Das erste Biest war wohl eine Pernodbasierende Kreation, das was mich aber dann am meisten überzeugte, das war das Biest das mir Vicky während des BCB 2010 am Tabustand ins Glas tat.
Auch im schönen Frankfurt hat es so ein Biest auf die Karte geschafft, doch dort sind bei den "Eigenkreationen" des Kletterkünstlers auch noch einige andere "geclonte" Absinthdrinks zu finden. Den Rock and Roza kenne ich bereits aus dem How to mix with Absinth Buch von Tabu Absinth, wenn auch mit etwas anderer Rezeptur.
Anscheinend macht die Grüne Fee einen neuen Anlauf und die Biester geben ihr kräftige Rückendeckung, denn auch in anderen Cocktailkarten grosser Bars kann man sie entdecken, anscheinend sind diese Biester arg verlockend oder vielleicht ist es auch nur die grosse Liebe a la "Green Eyed Love".



hier dann mal noch meine Variante:
Green Eyed Beast
ZUTATEN
Eiswürfel
frische Gurke (8-10 Scheiben)
3 Teile stilles Mineralwasser
2 Teile Rose's Lime Juice Cordial
2 Teile Grand Marnier
2 Teile Tabu Classic

TIPPS ZUR ZUBEREITUNG
Die Gurke in Scheiben schneiden und diese halbieren.
Das Wasser, Rose's, Grand Marnier, Tabu Classic und Eiswürfel in den Shaker geben,
dann kräftig shaken und ins Gästeglas abseihen,
dann die Gurke und frische Eiswürfel hinzugeben.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Beasthunter

oder Hinz macht das Beast bunt...

Einer meiner Lieblingsdrink mit Absinth war das Green Beast, doch nun hat er Konkurrenz bekommen, einer der besten Barmixer Deutschlands zeigt was man alles aus Tabu Absinth so zaubern kann.
Stephan lässt die Bestien raus...

RED BEAST
Stephan Hinz – Shepheard, Köln
ZUTATEN
2 Salbeiblätter
3 Scheiben Ingwer
2 Orangenkeile
40 ml Rose’s Lime Juice
80 ml stilles Mineralwasser
20 ml Tabu Red
GLAS
Longdrink, gefrostet
ZUBEREITUNG
Gästeglas
TIPPS ZUR ZUBEREITUNG
Eiswürfel, Salbeiblätter, Ingwerscheiben und Orangenscheiben (andrücken)
hineingeben. Die restlichen Zutaten darübergießen und umrühren.
Mache es als Bowle.

YELLOW BEAST
Stephan Hinz – Shepheard, Köln
ZUTATEN
9 mittelgroße Blätter Minze
2 halbe Scheiben Orange
2 halbe Scheiben Zitrone
Saft eines Orangenkeils
40 ml Rose’s Lime Juice
80 ml stilles Mineralwasser
20 ml Tabu Dry
GLAS
Longdrink, gefrostet
ZUBEREITUNG
Gästeglas
TIPPS ZUR ZUBEREITUNG
Eiswürfel, Minzeblätter, Orangen- und Zitronenscheiben hineingeben. Den
Orangenkeil darüber auspressen, die restlichen Zutaten hinzugeben und umrühren.
Mache es als Bowle.

Mittwoch, 11. August 2010

Geniale Werbung mit Tabu

oder selten Tabu so heiss präsentiert bekommen...



Kenner wissen es längst:
Tabu dry mit Ananassaft ist eine Longdrinkempfehlung
und mehr will uns dieses Bild auch gar nicht sagen...


alles weitere ist reines Kopfkino und ob das jugendfrei ist oder nicht -
das kann ja glücklicherweise noch keiner überprüfen!!!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Der Griff in die Bücherkiste

oder how to mix with absinth...

Vor einigen Tagen erreichte mich ein schönes robustes Buch mit vielen Rezepten von Bartendern aus aller Welt, bei dem dreht sich alles um Rezepte mit Absinth.
Dieses Buch beinhaltet einige sehr gute Rezepte und einige die mich doch sehr überraschten in Bezug auf die Menge von vermixtem Absinth. Dieses Buch wurde mit Bartender entwickelt und allein schon sein Äußeres ist extrem tough, diese Rezeptsammlung hatte keine Angst vor Feuchtigkeit und ruppigen Umgang. Die Zusammenstellung hat sehr lange gedauert, aber das Ergebnis zeigt das es wohl wichtig und richtig war, den Bartender und den Jungs von der Druckerei genügend Zeit zu lassen. Das Buch gibt es leider nicht zu kaufen, denn sonst hätte ich es euch gern empfohlen, aber dieses Buch muss man empfohlen bekommen bzw alle Bartender die mitgewirkt haben, die haben einige Freiexemplare die sie an Freunde und Absinthfans verschicken lassen können. So wird man dieses gute Buch wohl leider nur recht selten zu sehen bekommen,
aber allen die es bereits haben kann ich nur empfehlen: LESEN und studieren!
Ein echt tolles Buch!
PS Finanziert hat dieses Projekt Tabu-Absinth und daher sind auch alle Rezepte mit Absinth aus dem Hause Tabu.

Ihr wollt unbedingt so ein Buch haben?!?!?
Na dann überzeugt mich! Schreibt mir im Kommentarfenster warum ihr unbedingt so ein Buch bekommen solltet. Die drei überzeugendsten Kommentatoren werden jeweils eines aus meinem Freiexemplar-Kontingent erhalten!

Sonntag, 27. Dezember 2009

die wohl am meisten missverstandene Spirituose der Welt...


oder How to mix with Absinth...

Vor einigen Tagen erreichte mich ein Mixbuch mit allerlei Rezepten rund um den Absinth von vielen namhaften Bartendern zusammengestellt, (manche auch nicht so namhaft, aber dafür umso berüchtigter... ;-). Das Buch von Tabu Absinth ist eine echte Bereicherung meiner Barlektüre und äusserst strapazierfähig in der Aufmachung. Ich mag Absinth und sehen ihn als einen wunderbaren Flavour-Agent für gute Drinks und tolle Cocktails, aber ein wenig Probleme bereitet mir sein Ruf und die angebliche Rauschwirkung...
Schon einige dieser sogenannten Absintheure quatschten mich zu - mit ihrem so ganz eigenen Halb- und Garnicht-Wissen. Immer wieder weisen einige von ihnen gerne auf den Thujon-Gehalt hin, ganz nach dem Motto je höher desto besser. Alles was heute produziert würde wäre ja kein echter Absinth mehr und so ähnliches.
Wütend werden sie dann oftmals, wenn ich sage das mein Lieblings-Absinth zum mixen der Classic Strong von Tabu ist. Hasstiraden sinnlos und stumpf
heruntergebetet erreichen da einen und man wird gleich als Verräter betitelt.
Oftmals stoppe ich sie dann einfach nur, indem ich ihnen zeige das es in meiner Bar auch Jade gibt, aber manchmal gönne ich mir auch das Vergnügen solche selbsternannten Kenner einmal Stück für Stück auseinanderzunehmen und ihnen zu beweisen das viele ihrer sogenannten harten Fakten einfach aus dem Reich der Legenden und Mythen stammen.

Hier mal so ein kleines Beispiel:
Vor 121 Jahren und 4 Tagen, dem 23.12.1888, schnitt sich Vincent van Gogh das rechte Ohr ab, legte es in ein Kuvert und übergab es einer Prostituierten mit der Bitte darauf aufzupassen. Angeblich passierte alldas im Absinth-Rausch. Naja Van Gogh wurde später noch weltberühmt und da passte so eine Geschichte einfach perfekt.

Die Wahrheit ist aber dann doch etwas anders wohl gewesen:
Am 23. Oktober 1888 traf Gauguin in Arles bei Van Gogh ein, im Atelier des Südens, doch schon wenig später war die Beziehung der beiden eigenwilligen Charaktere von schweren Konflikten belastet. Genau zwei Monate später endete diese Wohn- und Arbeitsverhältnis mit einem nie vollständig geklärten Vorfall, in dessen Verlauf van Gogh sich nach einem Streit mit Gauguin einen Teil seines linken Ohres (nach anderer Darstellung wiederum das ganze Ohr) abgeschnitten haben soll, wie Paul Gauguin berichtete. Allerdings kommt auch dieser selbst als Täter in Betracht. Van Gogh wurde am nächsten Morgen, bewusstlos und geschwächt vom Blutverlust im Atelier gefunden, Gauguin benachrichtigte van Goghs Bruder Theo und fuhr nach Paris.
Ein überaus wichtiges Selbstporträt mit verbundenem Ohr und Pfeife erstellte van Gogh 1889. Der Vorfall gilt als erste Manifestation einer Erkrankung, die damals, wohl fälschlich, als Epilepsie diagnostiziert wurde. Mit wachsender Popularität des Malers stellten Ärzte und Psychologen postum – und ohne abschließendes Ergebnis – anhand von Bildern, Briefen und Aufzeichnungen eine Vielzahl alternativer Diagnosen.

Absinth hat in vielen Gothic-und Fetischkreisen einen gerade zu verruchten Touch bekommen und alles was an Stories über Absinth-Rausch und nächtlichen Soirees mit lasziven Flair zuhören ist, wird sehr gern mit dem besonderen Rausch durch Absinth-Genuss in Berührung gebracht.
Absinth die Muse der Künstler und Lebemänner!
Absinth das Aphrodisiaka der grünen Fee
und Rauscherreger der einmaligen und ganz besonderen Art!


Während der Höhepunkt seiner Popularität stand das Getränk im Verruf, aufgrund seines Thujon-Gehalts abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich zu ziehen. Im Jahre 1915 wurde das Getränk in einer Reihe europäischer Staaten und den USA verboten.
Neuere Studien jedoch haben den Verdacht der Schädigung durch Absinthkonsum nicht nachweisen können; die damals festgestellten gesundheitlichen Schäden werden heute auf die schlechte Qualität des Alkohols und die sehr hohen konsumierten Alkoholmengen zurückgeführt.

Betrachten wir Absinth mal jenseits seines spektakulären Rufes und widmen uns mehr den Tatsachen als den fabelhaften Erzählungen,
so erhalten wir da ein ganz anderes Bild...

Der Ursprung des Absinths liegt im Val de Travers, dort wurde es ursprünglich im 18. Jahrhundert im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg (Neuchâtel),damals allerdings unter preussischer Regentschaft, als Heilelixier hergestellt. Große Popularität fand diese Spirituose, die traditionell mit Wasser vermengt getrunken wird, jedoch in der zweiten Hälfte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert in Frankreich.
Zu den wohl bekanntesten Absinth-Trinkern zählte man Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Henri de Toulouse-Lautrec,Charles Baudelaire, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Brian Warner, Oscar Wilde. Bei einigen dieser Herrschaften zählt der Gebrauch von weiteren Drogen jeglicher Art zum guten Ton.

Absinth:
Absinth, auch Absinthe oder Wermutspirituose genannt, ist ein alkoholisches Getränk, das traditionell aus Wermut, Anis, Fenchel sowie einer je nach Rezeptur unterschiedlichen Reihe weiterer Kräuter hergestellt wird. Bei einer sehr großen Anzahl von Absinthmarken ist die Spirituose von grüner Farbe. Deswegen wird Absinth gelegentlich auch „die grüne Fee“ (französisch: la Fée Verte) genannt. Der Alkoholgehalt liegt üblicherweise etwa zwischen 45 und 85 Volumen-Prozent und ist demnach dem oberen Bereich der Spirituosen zuzuordnen. Aufgrund der Verwendung bitter schmeckender Kräuter, insbesondere von Wermut, gilt Absinth als Bitterspirituose, obwohl er selbst nicht notwendigerweise bitter schmeckt.
(Quelle Wikipedia)

Thujon:
In der Wermutpflanze (Artemisia absinthium) kommt Thujon als Gemisch der beiden Stereoisomere α- und β-Thujon vor. Bei der Herstellung von Absinth wird Thujon als Nebeneffekt aus den Blättern des Wermutkrauts (Folia absinthii) oder der ganzen Pflanze (Herba absinthii) extrahiert. Thujon findet sich daneben auch in vielen anderen Artemisien und z. B. auch mit einem Anteil von bis zu 60 % in den ätherischen Ölen des Echten Salbeis (Salvia officinalis) und ebenfalls in der getrockneten Form des weißen Salbeis (Salvia apiana), welches u.a. zum Räuchern verwendet wird.
(Quelle Wikipedia)

Wirkung des Thujon:
Thujon ist ein Nervengift, das in höherer Dosierung Verwirrtheit und epileptische Krämpfe (Konvulsionen) hervorrufen kann. Auch andere Symptome, wie z. B. Schwindel, Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die nach Einnahme thujonhaltiger alkoholischer Getränke beobachtet werden konnten, wurden diesem Wirkstoff zugeschrieben. Ebenso werden diese Getränke, insbesondere der Absinth, wegen einer angeblichen euphorisierenden und aphrodisierenden Wirkung beworben. Da der zulässige Thujongehalt in alkoholischen Getränken auf maximal 35 mg je Liter begrenzt wurde, kann die Mehrzahl der Effekte des Absinthkonsums jedoch eher dem Alkohol als dem Thujon zugeschrieben werden.[3] Die Symptome des chronischen Absinthkonsums (Absinthismus) sind identisch denen eines Alkoholismus.[4] Eine Studie[5] im Jahr 2008 wies in Proben aus der Zeit vor dem Verbot nur Konzentrationen von durchschnittlich 25 mg/l nach. Eine psychotrope Wirkung ist bei diesen Werten äußerst unwahrscheinlich.

Für die beschriebenen konvulsiven Wirkungen des Thujons werden insbesondere GABAA-Rezeptoren verantwortlich gemacht. Als Antagonist und Modulator dieser Rezeptoren hemmt Thujon die antikonvulsive Wirkung der γ-Aminobuttersäure (GABA), wenngleich mit schwacher Potenz.[6] Auch eine Desensibilisierung von 5-HT3-Rezeptoren kann an den beobachteten Effekten beteiligt sein.[7] Ein möglicher gemeinsamer Wirkmechanismus mit dem Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol über eine Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren, der auf Grund entfernter Analogien der Molekülstruktur und klinischen Wirkungen vermutet wurde [8], konnte hingegen nicht bestätigt werden [9]. Für den bitteren Geschmack des Thujons wird eine Aktivierung des Geschmacksrezeptors TAS2R14 verantwortlich gemacht.[10]

(Quelle Wikipedia)

Wermut (das Getränk):
Wermut (international auch Vermouth) ist ein mit Gewürzen und Kräutern aromatisierter und aufgespriteter Wein mit ungefähr 15 bis 18 Volumenprozent Alkohol und relativ hohem Zuckergehalt. Seinen Namen verdankt der Wermut dem Wermutkraut (Artemisia absinthium), das durch seine bitteren Aromastoffe den Geschmack deutlich prägt. Wermut wird als Aperitif getrunken, ist Bestandteil vieler Cocktails und wird auch zur Verfeinerung von Speisen genutzt.
(Quelle Wikipedia)

Wermut (die Pflanze):
Gemeiner) Wermut od. Wermutkraut (Artemisia absinthium L.), auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia, in der Familie der Korbblütler (Asteraceae, früher Compositae).


Jedem der trotzdem noch von der legendären Rauschwirkung des Absinths fest überzeugt ist, dem empfehle ich folgenden Fachartikel...


Entscheidend für den legendären Ruf des Absinths sind eher seine speziellen Trinkrituale, besonders in Kombination mit verschiedensten Opiaten.