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Samstag, 29. August 2009

Die falsche WM

oder Ballack kommt nicht mehr...


Waehrend der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin laeuft ein 3-4 jaehriger Junge heulend ueber den Parkplatz am Olympia-Stadion. Von oben bis unten in Deutschland Montur eingekleidet, schleift er lustlos und arg verzweifelt seine Deutschlandfahne ueber den Asphalt. Grosse Traenen kullern ueber seine Wangen, als sein Vater ihn hochnimmt und ihm erklaert:
Bei dieser WM kommt der Ballack nicht, das hier ist nur fuer Leichtatheleten. Die spielen hier kein Fussball...
also eine WM auch ohne Ballack...

Fuer den kleinen Jungen war es schwer, ansonsten hat Berlin diese Tage im Weltmeistertrubel mal wieder grandios gefeiert...

Fuer mich war die Cocktailweltmeisterschaft ein ganz aehnliches Erlebnis wie fuer den kleinen Knirps im Fan-Outfit der Fussball-Nationalmannschaft. Ich hatte gehofft Berlin wuerde ein Cocktailfeuerwerk geboten bekommen, aber das was da die Tage im Maritim da lief, war alles andere als euphorisierend. Barkultur der Extraklasse war da nicht anzutreffen, eher viele ernuechternde Erlebnisse. Ranghohe Mitglieder einzelner Cocktailverbaende lassen sich von einem motivierten Bartender, den fuer sie neuen Drink Old-Fashioned erklaeren. Praesentationsstaende der Sponsoren sind in keinster Weise dafuer geeignet dem Berufsstand angemessen Drinks zu praesentieren, vereinzelt abgestellte Mitglieder der DBU zeigen sich verwundert ueber frischgepresste Saefte und kaum Fancy-Drinks am Stand. Ein Hotel das sich mehr als schlecht gegenueber den Ausstellern verhaelt; ein Pressecho in der Stadt, das man eigentlich kaum davon sprechen mag. Wo waren nur die ganzen Zuschauer geblieben, einen Grossteil der Weltmeisterschaften verbrachte man mehr oder weniger unter sich und die Berliner kamen kaum. Wo waren die ganzen Berufsschulklassen der Gastronomie und Hotelerie? In jedem Lifestyle-Magazin prangen einen Cocktailrezepte entgegen, aber wo waren deren Reporter? Vermisst habe ich auch Erfahrungsberichte der einzelnen Sektionen via dem hauseigenen Forum.
Aber vielleicht bin ich ja auch der einzige, der das alles andere als grandios empfand und vielleicht ist es ja auch besser man haelt den Mund und schweigt die Sache gut. Warum startet man nicht im DBU-Forum eine Diskussion a la Ups & Downs waehrend der CWM? Vielleicht gibt es ja auch zu viele die sich nicht trauen solche Diskrepanzen offen anzusprechen oder aber nur ich glaube zwischen dem Begriff Cocktailweltmeisterschaft und der dargebotenen Praesentation eine Diskrepanz wahrgenommen zu haben.

Mittwoch, 8. April 2009

Kritik - damit muss man leben,

aber wohl nicht in jeder Form und auch nicht verallgemeinerte...

Kritik schaetze ich sehr und da ich ja selber damit nicht vorm Berg halte,
muss ich auch oftmals selber sehr viel einstecken. Doch das ist okay, so lange einige Regeln dabei eingehalten werden.
Bleibt hoeflich und nachvollziehbar mit eurer Kritik und sprecht nicht tausend Sachen gleichzeitig an. Lest nicht mehr zwischen den Zeilen, sondern versucht konkret auf die Dinge einzugehen die da auch stehen und nicht welche die ihr da zu sehen glaubt.

Dafuer das ich ueber Stylespion & Co
berichtete hatte ich ja auch schon mal Kritik eingeheimst, aber aus aktuellem Grund will ich es trotzdem noch mal tun.
Der Stylespion hat eine sehr schoene Serie 15+1 Frage, doch bei dieser kam es nach einer weiteren Folge zu einer wahren Explosion der negativen Stimmung.
Vorbildlich fand ich wie er das ganze dann angegangen ist und auch klar Stellung zu seiner Serie genommen hat.
Ein Absatz gefiel mir dabei ganz toll und hoffentlich lesen den mal alle ganz aufmerksam, besonders die die so gerne fuer andere sprechen.

3. Ich bin erstaunt, wie viele von euch sich zutrauen, für “alle” oder “die meisten” Besucher zu sprechen. Ich denke, ich kann wohl noch am besten beurteilen, wie der durchschnittliche Besucher tickt, aber im Ernst: niemand kann hier für alle sprechen, weder ich, noch jemand von euch.

Wer kritisiert wird sollte die Kritik ernst nehmen, aber auch wissen das von dieser Kritik nicht sein Seelenheil abhaengt. Wenn ihr der Meinung seid, da hat der Kritiker wohl recht, dann koennt ihr das auch ruhig zugeben und vielleicht auch Passagen eures Textes aendern, aber denkt auch immer daran:
Der Blog ist eure ganz persoenliche Sichtweise und die duerft ihr auch aeussern!

Dienstag, 17. Februar 2009

Google

speichert mehr und kann mehr als manchen lieb ist
Wie es ja schon mal angesprochen wurde, erprobe ich mich immer noch an der Erlangung der Weltherrschaft. Nachdem ich es zeitweise ueber das beherrschen von Cocktailblogs und Drinks-Foren versucht habe, mussten Pinky und ich dann erkennen das ist als Blogtroll so nicht zu schaffen. Wir versuchten es dann noch mit tollen Cocktails und innovativen Kopien von erfolglosen Barkonzepten, aber auch diese fuehrten nicht zum gewuenschten Erfolg. Einer meiner liebsten Freunde und durchaus fanatischer Anhaenger meines Weltherrschaftsdenken praesentierte mir dann seinen Freund Google als ideales Instrument unserer Herrscherwunsches. Das Problem zwischen mir und Google allerdings war, das ich ihn nicht verstanden habe, doch mit meinem Bekannten sprach er wie wild.
Google sammelte fuer ihn alle relevanten und unrelevanten Wissensniederlegungen im Netz, zeigte ihm alle Verknuepfungen meiner Bekannten und all den Ungenannten. Lieferte in bester Big Brother-Manier Informationen, egal ob gute Nachricht oder delikaten Hinweis auf seltsame Gepflogenheiten. Was ich auch wissen wollte, irgendwann fand man einen passenden Hinweis und Google legte los, gleich einer Lawine die an einem steilen Hang abging. Mit der Zeit freundete auch ich mich mit Herrn Google an und inzwischen plaudern auch wir sehr viel miteinander. Ich schaetze Google sehr sogar, aber nur als Werkzeug ansonsten warne ich vor diesem Monster mit dem schoenen Gesicht, denn hinter dieser schoenen Maske lauerte eine alles verschlingende Fratze. Google entwickelt sich zum Big Brother der Zukunft und egal wieviele sympathische Statements man ueber diese Firmen noch lesen mag; Google sammelt weitaus mehr als es gut fuer uns sein kann. Search-Engine-Optimizing und aehnliches fuehren nur zur Staerkung dieses Global-Netplayers, also nutzt Google, aber denkt auch immer daran Google benutzt euch auch!
Ein kleines lesenswertes Stueck zu Google und Co mit einem Link zur FAZ-Sonntagsausgabe, demnaechst hier im naechsten Beitrag.