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Dienstag, 29. März 2011

Impressionen des grossen Aroma- und Tastingseminars

oder riechen und schmecken muss man üben...



es war spannend zu verfolgen wie konzentriert, aber auch sehr entspannt, alle am schnuppern waren...


Das Wasser gegen den Durst und die Kaffeebohnen zum neutralisieren der Nase, die Fläschchen mit den Aroma waren zuweilen eine harte Nuss...



Das kenne ich - das ist...



probieren geht über studieren...



Der Lösungszettel füllte sich schliesslich doch, aber leicht war es nicht...

Donnerstag, 3. März 2011

Alles nur Hörensagen

oder weisst du wirklich - was du schmeckst...

Dreh- und Angelpunkt eines guten Geschmackssinn ist das Geruchsgedächtnis, sehr wichtig um dieses zu aufzubauen sind regelmässige Tastings, doch häufig sind diese so konstruiert, das es sich eher an Experten wendet, als an Anfänger.
Kein Barbesitzer oder Bartender ist begeistert wenn man ihn als Tastinganfänger bezeichnet und viele halten sich bereits für Experten, doch noch ist kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich hatte das Glück, das meine Mutter mich von klein auf mit Gewürzen und allen möglichen unbekannten Lebensmitteln testete und meinen Geschmackssinn so schon sehr früh trainierte, denn Schmecken kann man lernen.
Doch auch mir passiert es immer wieder, das ich den Geschmack oder den Geruch kenne, aber ihn partout nicht benennen kann, weil mir mein Geruchsgedächtnis den Namen nicht parat legt. Daher gilt die einfache Regel:
TRAINIEREN TRAINIEREN TRAINIEREN TRAINIEREN TRAINIEREN

Egal ob Weinkenner, Whiskyexperten oder andere Fachleute für Aromen,
sie alle sind nicht als Geruchsgenies geboren wurden,
sondern sie haben es gelernt!!!

Wagt den ersten Schritt und prüft euer Können!

Ich (in meiner Funktion als Reserve Brand Ambassador) und Diageo laden ein zum grossen Aroma- und Tastingworkshop am 28.03.2011 von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr in den Lebensstern.

Es soll ein Workshop werden, der sich an all die richtet, die tagtäglich sich auf ihre Zunge und Nase verlassen müssen und der zeigen soll, wie wichtig ein ständiges Training unseres Geruchs- und Geschmackssinns ist.

Wir werden euch ein Training präsentieren, das euch klar aufzeigt:

Wo sind meine Stärken???
Wo sind meine Schwächen???
Wie kann ich besser werden???
Wie funktioniert der Geruchssinn???
Was ich muss bei Tasting besonders beachten???


Das Tasting hat einen Unkostenbeitrag von 50,00 Euro pro Person,
doch wer sich mit Vor- und Zunamen und Namen der Bar (maximal 2 pro Bar)
bei seinem Diageo-Vertreter bis zum 25.03.2011 anmeldet,
der kann auch Freikarten bekommen.

Freitag, 18. Februar 2011

Behindert

oder eine Behinderung, die keiner wahr haben will...

Wer nicht lesen kann, der gilt zwar nicht als behindert, aber er hat es extrem schwer einen Beruf zu erlernen. Denn immer wieder bleiben ihm wichtige Informationen vorenthalten und es gibt Berufe, da kann man sich gar nicht vorstellen, das dieser von einem Analphabeten ausgeübt werden könnte. Es ist ein Tabuthema nicht richtig lesen und schreiben zu können, aber es gibt Stellen die einem Hilfe anbieten.

Doch was ist mit denen die nicht richtig schmecken und riechen können, die auch als behindert darzustellen, das ginge vielen zu weit, aber betrachten wir es doch mal anders.

Ein Koch ohne Geschmackssinn kann kein guter Koch sein, würde man sofort sagen und auch ein Sommelier braucht eine gute Nase, ein Bartender natürlich ebenso.
Aber während es für lesen und schreiben diverse Prüfungen gibt, scheint das beim schmecken und riechen eher unbekannt zu sein. Ich habe als Bartender in vielen Bars gearbeitet, aber nie wurde ich deshalb befragt, oder gar geprüft. Ich persönlich kenne einige Bartender, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr richtig schmecken und riechen können, aber sie arbeiten alle noch in ihrem Beruf. Denn wer von uns prüft schon seine Angestellten bzw trainiert sie regelmässig in Bezug auf ihre Sinneswahrnehmung per Nase und Gaumen???

"Die Unfähigkeit zu riechen, zu schmecken, zu tasten usw. ist eine schwere Behinderung, die zur Folge hat, dass der betroffene Mensch aufgrund dieses Mankos unglücklich und sich selbst fremd ist."

Jean-Philippe Denrenne, Professor für Medizin

Für viele ist ein Tasting die erste bewusste und geführte Auseinandersetzung mit dem Geruchssinn und vieles was man dort riechen kann, hat man schon mal gerochen, aber man kann es nicht benennen. Man ist irgendwie so sprachlos...
Ich vergleiche es immer gern mit einem Klassentreffen der Grundschule, bei dem man als Letzter den Raum betritt und alle haben sich schon vorgestellt und nun schaut man in die Runde und hofft wenigsten einige der Schulkameraden auf Anhieb wiederzuerkennen, doch irgendwie fällt einem nicht ein Name ein.

"was nützen die besten technischen Gerätschaften, die zahllosen Maßnahmen zum Schutze der Echtheit und der Ursprungsbezeichnungen, wenn der, für den sie entwickelt und eingesetzt werden, der Verbraucher nämlich, nicht in der Lage ist, einen schlechten Weißwein von einem guten Cidre zu unterscheiden?

Max Leglise Önolge, Verfasser von "Une initation a la Degustation des grand vins"