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Sonntag, 13. Dezember 2009

Facebook ist für mich ein Marketing-Instrument

oder warum ich echte Freundschaften woanders schließe...

Mein Facebookaccount zählt momentan rund 300 Bekanntschaften. 313 Freunde steht da, aber wer von uns hat schon 300 echte Freunde? Selbst 300 Bekannte sind zuweilen schon arg viel. Anders sieht das mit Kunden und Kollegen aus, da kann man soviel haben wie man nur will. Einige meiner Freunde sind auch bei Facebook, aber der Großteil sind Kollegen und Gäste meiner Bar. Freundschaften erreicht man nicht durch einen einfachen Add-Button, sondern man muss sie pflegen und hegen. Das Internet kann einem helfen mit Freunden besser in Kontakt zu bleiben, weil sie weit entfernt wohnen, aber es kann keine echten persönlichen Kontakte ersetzen. Facebook ist für mich daher auch mehr ein Marketing-Instrument, als eine Freundschaftsbörse und deshalb ist die Triobar auch bei Facebook und nicht ICH.

Samstag, 28. November 2009

ach du lieber Vater












oder Bartender mit Kind & Kegel


Seit 15 Monaten bin ich stolzer Vater eines Sohnes und er hat vieles in meinem Leben verändert, das meiste klar zum positiven, aber einiges ist auch schwieriger bzw knapper geworden. Zeit zum Beispiel - ja Freizeit hat sich fast komplett in Luft aufgelöst...
Ich will hier nicht jammern oder so, denn ich bin noch in einer extrem guten Ausgangssituation, denn ich arbeite nicht 5-6 Tage abends in meiner Bar. Viel von meinem Bussiness erledige ich auch am Vormittag und schliesslich bin ich auch kein Angestellter, sondern mein eigener Chef; was natürlich auch nicht bedeutet das ich mir ständig freinehmen kann. Mein kleiner Sohn wird morgens von meiner Frau in den Kindergarten gebracht, das heisst ich kann zumindest länger schlafen und mich dann um mein Geschäft kümmern bis ich ihn dann meist zwischen 14.00 und 14.30 Uhr von dort abhole. Meist gehen wir dann erstmal einkaufen und später koche ich mit ihm (bzw je nachdem ob er mich läßt;-), ab 16.00-17.00 Uhr erwarten wir dann die Frau des Hauses wieder da...
Ab 18.30 Uhr wird er dann so langsam bettfertig gemacht und wir bringen ihn dann zuweilen noch gemeinsam ins Bett.
Warum ich das hier so niederschreibe?!?
Mehrere Leute sprachen mich an und sagten sie können sich gar nicht vorstellen, wie sich Erziehung und die Verantwortung gegenüber einem Kind bei einem Beruf wie Bartender miteinander vereinbaren lassen. Selbst einige von mir hochgeschätze Kollegen bezweifelten das das gut gehen kann.
Ich habe mir das lange durch den Kopf gehen lassen und stark gegrübelt, ob mein Sohn zu wenig von seinem Vater hätte, weil der Bartender ist und keinen geregelten "Bürojob" hat. Ich aber bin der Meinung in meinem Fall ist das definitiv nicht so, aber auch nur weil ich vieles sehr individuell regeln kann.
Wie sieht denn das bei den anderen Barleuten aus - die auch schon Kinder haben???
Kriegt ihr das alles gut hin, oder habt ihr manchmal das Gefühl das ihr den eigenen Nachwuchs viel zu wenig seht???
Bei den Herren der Schöpfung ist das aber bestimmt auch nochmal um einiges leichter, als bei den Barfrauen unserer Branche.
Ist der Beruf des Bartenders wirklich familienfeindlich???
Ist das vielleicht auch der Grund warum viele Bartender später einfach in ein anderes Berufsgenre dann nochmal wechseln???
Also was meint ihr dazu???
Bin gespannt auf eure Meinung dazu!
oder sind Familien mit Bartendergenerationen ein Mythos nur,
sind wir Bartender vielleicht wirklich nicht gerade Familientauglich mit dem Beruf?!?

Dienstag, 3. November 2009

Soziales Umfeld ist wichtig

oder Barkeeper ohne familiaere Bindung haben es schwer...

Ich kenne einige Bartender die wirklich super sind im Bereich der Mixologie, aber denen leider der gefestigte Verband einer Familie oder echten Freunden fehlt und die nach und nach immer mehr so den Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld zu verlieren drohen. Eine feste Beziehung ist in diesem Job sehr wichtig meiner Meinung nach, denn sie verhindert das man allzu schnell seinen eigenen Freundeskreis mit den Gaesten der Bar verwechselt. Manch Kollege ist nach 10 Jahren im Job so voellig am Ende, da sie auch leider keine richtigen Freundschaften ausserhalb der Barszene mehr haben. So verliert man den Bezug zu den normalen Problemen der anderen und lebt nur noch in den Rythmen der vielen Nachtschichten des Berufs. Neue Kontakte ausserhalb der Bar aufzubauen faellt immer schwerer und die anderen Kontakte verblassen immer mehr. Irgendwann ist niemand dann mehr da der einem auch mal ganz ehrlich sagt wie schlecht man aussieht oder das man heute unausstehlich ist.
Bartender ohne Familie und einem Freundeskreis auch ausserhalb der Barszene gehen oftmals derart in der Szene auf bis sie sich foermlich darin verlieren und es sie auffrisst, ohne die Chance das jemand der einen sehr schaetzt und zwar nur als Mensch und nicht hauptsaechlich nur als guter Gastgeber und Bartender, sie davor warnt...
Ich liebe meinen Job, aber habe halt auch schon sehr viele Bartender kommen und gehen gesehen und einige die an dem Job foermlich kaputt gegangen sind, weil sie niemand mehr hatten, der sich fuer sich auch ausserhalb des Jobs interessiert hat...