Freitag, 14. Mai 2010

Kiezperlen

oder zu Gast bei Lina Rothenberger


Ich mag diese kleinen Läden, die auch so typisch für den Schöneberger Kiez sind, denn sie sind es, die den Kiez so wunderbar lebenswert machen. Kleine Geschäfte mit unheimlich viel Herzblut und überschäumender Liebe fürs Detail.
Lina Rothenberger - feine Kost und Lebensmittel ist genau solch ein Laden, der kleine Eckladen hat nicht viele Sitzplätze, aber diese sind meist sehr gut besucht. Das kleine, aber feine Mittagsangebot ist ebenso gut wie die delikaten Vorspeisen aus der Vitrine oder das excellente Kuchenangebot. Der Service ist herzlich und stets bemüht den Gast zu verwöhnen - wer einmal da war, der kommt einfach gerne wieder...


Hierbei handelte es sich um geschmälzte Maultaschen, mit Spätzle an Zucchini-Paprikagemüse...circa7,50 €...


Mein Sohn ist alles andere als ein Kostverächter, aber wenn er die Gabel zur Seite legt und wie wild zulangt, dann ist das auch stets ein Zeichen wie gut es ihm schmeckt.


Der kleine Garten ausserhalb bietet 6-8 Personen nochmals Platz zum sitzen, speisen und verweilen. Einem kleinen Entdecker wie Lysander natürlich noch vieles mehr...

Donnerstag, 13. Mai 2010

Der Mönch mit der Peitsche








oder die seltsamen Unregelmäßigkeiten von Old Monk...

Herr Gröning hatte das Glück zwei meiner Lieblingsgäste zu bewirten und verwöhnte sie dann auch noch mit 12 jährigem Rum aus Indien, aber nun ist guter Rat teuer, denn die Qualität des Gold Reserve von Old Monk ist äusserst wechselhaft in Deutschland und das rief bei Friedericke und Thomas Fragen auf...
Dieses Problems nahm sich dann auch Jens nochmal im Bartender Labor an und hier meine Antwort!

Hinlänglich bekannt dürfte sein das ich ein grosser Fan des 7 jährigen Old Monks bin, aber auch der 12 jährige ist sehr gut, solange er in der hohen, schlanken Flasche daherkommt.

Bereits vor zwei Jahren gab es auch im C&D-Forum mal eine Diskussion über unterschiedliche Old Monk-Qualitäten und seltsamen Abfüllungen; diese Debatte wurde auch nochmal während eines der Forumstreffen von C&D dann angerissen.
Generell gab es damals Probleme mit Flaschen aus Italien, diese waren von sehr zweifelhafter Qualität und auch nicht im üblichen 1 Liter-Gebinde.
Ich sprach mit einigen indischen Händlern und auch sie sagten das es zuweilen nur die schlechtere Ware aus Italien gäbe, aber das diese bei ihren Kunden keineswegs Anklang fände. Ich weiss nicht, ob Old Monk speziell für Italien Schrott produziert, oder ob die italienischen Kunden, eine Rezepturveränderung wünschten.
In Indien selber herrscht in den einzelnen indischen Bundesstaaten keine einheitliche Reglung was den Alkoholverkauf regelt; meine Piloten hassen das, denn je nach Bundesstaat ist es zuweilen ein kleines bis mittelschweres Problem gerade den 12 jährigen zu beschaffen. Die Gold Reserve war immer schon als Nobelversion für die Upperclass gedacht, der einfache Soldat trinkt den 7 jährigen und der Offizier den 12 jährigen Rum von Old Monk. Es gibt auch eine 25 jährige Version, die mal speziell für einen Geburtstag eines Mahārāja gemacht wurde, aber diese ist extrem rar, doch wer sie zufällig mal finden sollte, dem empfehle ich sofort zuzugreifen.

Als kleiner Trost für Friedericke, die diesen Blog sehr regelmäßig und aufmerksam verfolgt:
Hallo Friedericke,
ich habe mit dem Barfish-Team gesprochen und sie tauschen dir die Flasche gerne um,
bzw erhälst du eine Gutschrift darüber...
melde dich mal bei mir...
Ciao Mike

Experimentelle Cocktails

oder Mr. Darcy O'Neils Ideen sind spannend...



Art of Drink ist der extrem lesenswerte Blog von Darcy O'Neil einem wahren Mixologen, einem der wenigen Bartender weltweit, der wohl wie kaum ein anderer sehr systematisch und stets wissenschaftlich ans mixen geht. Sehr spannend war auch sein Vortrag beim Bols Barcoaching 2010 zum Thema Non-Taster - Super-Taster.

Da ich seit einiger Zeit mich selbst sehr intensiv mit dem Thema:
Geschmack - schmecken / Geruch - riechen auseinandersetze, finde ich seine Ideen zu Cocktails mit Umami-Profil sehr spannend. Cocktails mit Umami-Profil kannte ich schon aus den USA und habe auch selber einige ausprobiert, aber nach der Lektüre von Darcy's Teaser zu seinem Vortrag bei Tales of the Cocktails 2011, war ich doch wie elektrisiert.

Ich hatte eine ganz spontane Idee, also ab in die Küche erst mal den Herd angemacht, die Entenbrust zum Fond gemacht und das ganze dann eingefroren. Eben noch eine Entenbrust, dann ein Fond und plötzlich eiskalt zum Entenfond-Eiswürfel transformiert.

Crazy Duck Ginger Snapper

6 cl Gin (Tanqueray)
1 Bl Orangenmarmelade
4 dünne Scheiben Ingwer
6 Blatt Basilikum
8 cl Tomatensaft
1 großer Entenfond-Eiswürfel

Alle Zutaten in den Shaker und lang, sehr hart shaken, dann ins Gästeglas gießen, eine Selleriestange und 3 lange, aber sehr dünne Scheiben Karotte mit ins Glas.


(und damit erklären sich wohl auch die seltsamen Würfel auf den Fotos ;-)


Dieser Drink ist nichts für Cocktailneulinge und selbst so manche hartgesottene Barfliege dürfte doch erstmal sehr überrascht sein, aber er hat durchaus seinen Reiz!
Welcome to the World of Umami-Cocktails,
alles weitere dann am besten im Juli in New Orleans...

Ein Goldengel

oder die laute Verwandschaft von Stephan Susen

Stephan Susen sagt den meisten Leuten in der Barszene eher wenig, aber der Cousin von Herrn Susen ist eines der mächtigsten Sprachrohre unserer Szene und dieser hat halt mal angenehmerweise auch etwas lauter über dessen Produkte gesprochen. Der Cousin von Herrn Susen und ich sind wahre Vielsprecher, manche würden behaupten wir sind elende Marktschreier, aber hier hat er mal wirklich was tolles getan. Die Produkte von Herrn Susen haben etwas Fürsprache redlich verdient, denn sie sind GSA-Produkte der besten Art.
Der Kreuzritter und der Dreiling sind wunderbare Spirituosen, aber mit dem Goldengel ist es Herrn Susen gelungen einen extrem spannenden Likör auf den Markt zu bringen. Es ist ein delikater Holunderblüten-Likör mit kräutrigen Anleihen und einer excellenten Salbeinote. Seine Mixibility ist sehr gross, auch wenn es kein Wunderelixir a la St. Germain ist und das ist auch gut so, denn sonst wäre dieses Produkt nur ein einfaches Plagiat, aber so ist eine wunderbare Bereicherung für jeden gehobenen Barstock.

Mich hat er so sehr begeistert, das ich ihm gleich zwei Gastauftritte bei meinem Barbesetzerprojekt eingeräumt habe:
Elderflower Martini 9,50 €
Ein goldener Engel verleiht Tanqueray Gin, Limettensaft, sowie Grapefruit Bitters seine zarten Flügel.

Dirty Affair 12,50 €
Der Goldengel wagt ein verruchtes Spiel mit Smirnoff Black Vodka,
und geniesst ein sündiges Bad im Champagner

Mittwoch, 12. Mai 2010

Ikea-Hacker


oder Pimp my Bar...

Gerade als Barbesitzer (Freizeitbarbesitzer kennen das erst recht ;-) merkt man immer wieder, das das Geld doch nicht so rasant in die Kasse strömt, wie man es gerne hätte, deshalb hier einige einfache Tips a la Ikea-Hacker oder Style-Spion!!!
Pimp my Bar mit wenig Geld!!!

Für einen kleinen Barbetrieb in Berlin verwandelte ich einen weissen Standard-Tiefkühler in ein fetzigeres Modell...
Die Spiegel-Klebefolie findet man in einem gut sortierten Baumarkt problemlos...



Kostenaufwand circa 15 €
Zeitaufwand circa 1 Stunde


Desweiteren bauten wir einen kleinen Weinkühlschrank ein, er erhielt ein einfaches Regal als neue Standfläche und beherbergt nun Wermut, Portwein und Sherry.
So integriert er sich gut in die Kühlschrankreihe und sticht doch noch ein wenig hervor.Das Regal als Rahmen ist ideal, da der Chambre etwas Abstand zu den anderen Geräten braucht, auch für die Qualitätssicherung der Produkte ist besser und es sieht nebenbei auch noch schick aus.



Kostenaufwand circa 125 € (110 € Weinkühlschrank, 15 € Regal)
Zeitaufwand circa 1,5 Stunden
Da der Betrieb nur an 4 Tagen offen ist, wird der Kühlschrank daneben mit einer Zeitschaltuhr betrieben, der kleine Weinkühlschrank und der Tiefkühler sind jedoch dauerhaft in Betrieb.


Die schicke Trinkhalmbox habe ich im Vis a Vis entdeckt und der Creative-Director heisst: Jens Gröning Barchef (Vis a Vis)
Endlich mal eine sinnvolle Weiterverwendung für die Flaschen-Geschenkverpackungen...



Kostenaufwand 0 €
Zeitaufwand maximal 10 Minuten

demnächst noch mehr...

Size does matter

oder BIG is beautiful...



Eine Frage, die mir häufig in meiner Bar oder bei Workshops gestellt wird:
Wie machst du diese großen Eiswürfel???


Auch hierbei, ähnlich wie bei der Schmetterlings-Deko, funktioniere ich einfach Küchen- oder Haushaltsutensilien um. Gerade diese großen Eiswürfel sind wahre Eyecatcher an der Bar, aber sie erfüllen auch noch ihren Dienst (sie kühlen sehr gut, aber lassen den Drink kaum verwässern) erstklassig. Bei den unteren Formen handelt es sich um Silikonformen, die man bei Bosfood bestellen kann. Die Kantenlänge der Eiswürfel sind 4,5 cm und das ist ein wahres Gardemass, es geht zwar auch noch größer, aber dann wird es schon recht eng mit und in den passenden Gläsern.



Die Formen sind aus Silikon und es können jeweils 8 Eiswürfel auf einmal hergestellt werden, da sie sehr flexibel sind - ist auch das herauslösen der Eiswürfel kein Problem.
Eine Form kostet so etwa 24 € und ist bei guter Pflege ein langjähriger und treuer Begleiter eurer Bar.



Wer dann doch noch etwas sucht, was auch ein wenig kleiner sein darf und vor allem billiger, dem sei diese Form ans Herz und die Geldbörse gelegt. Die Formen gibt es für sehr wenig Geld bei Pearl zu erwerben.

Dienstag, 11. Mai 2010

Eine einfache Orangenzeste


oder die wunderbare "Metamorphose" zum Schmetterling...

Ich bin kein grosser Freund von üppigen Dekos und so mancher Obstkorbschnitzer übertreibt es auch mit seiner Hingabe für die Deko, wenn er der Dekoration weitaus mehr Zeit und Ideen einräumt, die aber eigentlich dem Drink zustehen sollte. Ich mag einfache und sehr effektvolle Dekorationen die auch im Einklang mit dem Cocktail stehen.
Keineswegs vergessen dabei sollte man auch den Wareneinsatz, bei manchen Obstgarnituren frage ich mich was den Drink eigentlich so teuer macht. Sind es die Spirituosen oder der verschwenderische Einsatz exotischster Obstsorten. In einer bekannten Bar im Norden wurde mir mal ein Drink mit sage und schreibe 8 verschiedenen Früchten in der Deko serviert - etwas vergleichbares findet man sonst nur noch beim fantastischen Gurkenkrokodil oder der legendären Trampeltier-Deko.

Hier also mein kleines Tutorial für eine kostengünstige und effektvolle Deko:

1. Kaufe eine grosse Orange


2. Kaufe in einem gut sortierten Küchengeschäft einen schönen, kleinen Ausstecher


3. Nimm einen Sparschäler und schäle einen breiten Streifen ab (alias eine grosse Zeste)


4. Nimm einen Ausstecher deiner Wahl (hier Schmetterling und steche die Form aus der Zeste heraus.


5. Einfach die Austechform auf die Zeste lege und kräftig drücken


6. Meist lassen sich mehrere Formen aus einer Zeste ausstanzen


7. Dann die gestanzten Schmetterlingsformen aus der Orangenzeste vorsichtig herauslösen


8. Dann den Schmetterling vorsichtig einmal nach innen falten


9. und dann einmal nach außen


10. Dann einen kleinen Schnitt in die Mitte des Leibes vom Schmetterling setzen,
dieser ist wichtig um ihn nachher an den Glasrand setzen zu können...


et voila...
fertig ist eine schöne und sinnvolle Deko für ganz wenig Geld

Montag, 10. Mai 2010

Barbesetzer im Wonnemonat Mai

oder wenn der Cocktailklassiker seinen Twist erfährt

Azul-Chocolate-Crusta 9,50
Tequila hüllt sich ins dunkle Kleid der Schokolade und präsentiert ein unvergleichliches Arrangement von Aromen.

Gin and Breakfast 9,50
Tanqueray Gin taucht ein in Orangenmarmelade und flaniert im Sahnemantel, fruchtig & prickelnd über die Zunge.

Green Tea Gimlet 9,50
Japanischer Teesirup spielt mit Smirnoff Black,
wobei frischer Limettensaft & Orange-Bitter ihm eine delikate Krone aufsetzen.


Delicious & Stormy 9,50
In einer stürmischen Liaison verfallen Grand Marnier und Ron Zacapa der Pikanterie von Ingwer-Beer & Limette.

Elderflower Martini 9,50
Ein goldener Engel verleiht Tanqueray Gin, Limettensaft, sowie Grapefruit Bitters seine zarten Flügel.

Dirty Affair 12,50-
Der Goldengel wagt ein verruchtes Spiel mit Smirnoff Black Vodka,
und geniesst ein sündiges Bad im Champagner


The Tales of the smoky clouds 12,50
Johnnie Walker Black Label verführt gierig die delikaten Aromen von Orangenmarmelade, Limetten & Cranberry,
versüsst vom Ahornsirup und gefangen vom geräucherten Eis.


Corona do Brasil 9,50
Brasilianischer Cachaca badet in Ananassaft,darauf thront ein zarter Orangenmarmeladenschaum veredelt von Limette und Zucker.

Dark Passion Sour 12,50
Bester Rum aus dem Haus Zacapa leidenschaftlich die Aromen von dunkler Schokolade genussvoll arrangiert und dabei fruchtige Unterstützung erhält.


Die Barbesetzer sind am 17.05.2010 ab 18.00 Uhr wieder im Marriott-Hotel an der Exchange-Bar zu finden...

Sonntag, 9. Mai 2010

Barzone 2010

oder der Versuch eines Rückblicks alias der Fazitversuch...

Die Barzone 2010 ist vorbei und ich bin froh und traurig zugleich...

Die diesjährige Barzone hatte tolle Austeller und ein spannendes Publikum,
aber dann doch ein wenig zuviel Arbeit für mich. Ich hatte mir definitiv den Arbeitsplan zu voll geschrieben und musste daraus lernen, das man wenigstens 5 Stunden Schlaf pro Nacht fest einplanen sollte. Das werde ich nächstes Jahr aber auch definitiv ändern, hoffe aber auch das Herr Becker dann nicht schon wieder seinen Jahresurlaub während dieser heißen Phase in Miami beim Rum-Festival verbringt.

3 x pro Messetag zeigte ich auf der Freifläche der Barzone wie man Eis räuchert und war dazwischen auch noch auf dem Stand von Jericoa tätig und am letzten Tag präsentierte ich dazu noch in der Practice Area:
Pimp my Drink - Drinks richtig in Szene gesetzt

Am Montag Abend war ich mit dem Fizz-Team, Jim Meehan und einigen anderen Essen und man tauschte schon mal die ersten Ideen aus, auf der Warm-up Party der Barzone im Me Collectors Room konnte man dann viele bekannte Gesichter entdecken und eine fantastische neue Location bestaunen.

Dienstag öffnete dann die Barzone ihre Türen und schon bald war die Halle gut gefüllt, toll das auch zum ersten Vortrag bereits soviele Zuschauer anwesend waren und ganz begeistert den Berliner Bargirls zuhörten, die über die ersten Frauen hinter der Bar berichteten. Ab 14.00 Uhr wurde es dann wirklich brechend voll und in den Gängen und an den Ständen herrschte ein echtes Gewusel. Abends verliess ich dann schnell den Messestand und raste zu mir in die Bar, denn schliesslich sollten ab 21.30 Uhr die ersten Bartour-Busse unterwegs sein. Mit dem Stuttgarter Jungs präparierten wir die Bar und rüsteten uns für den Ansturm. Souverän überstanden wir den ersten Angriff, dann jedoch sorgten eher die Busfahrer für Trouble. Unsere Bar wurde von einigen Bussen gar nicht angefahren oder die Gäste wurden weit vor dem Object herausgelassen. Das war sehr schade und diese Panne bei einigen der Busfahrern und den Hostessen sorgte dann doch für so manchen Unmut auf Gästeseite und auf unserer Seite. Schade hier wurde das grosse Potential der Bartour böswillig torpediert.

Mittwoch füllte sich die Arena nur weitaus langsamer, vielen steckte die Bartour und die diversen anderen Parties doch arg in den Knochen und so manchen Bartender sah man mal wieder mit Sonnenbrille arbeiten. Meine Präsentation in der Practice Area schien gut angekommen zu sein, auf alle Fälle habe ich bisher sehr nette Kommentare dazu erhalten. Abends war ich gerade in der Bar angekommen als die ersten Gäste auch schon erschienen, spät am Abend beehrte mich dann Jim Meehan, sichtlich ebenso müde wie ich in der Bar. Wir plauderten ein wenig und ich freue mich, das er schon bald wieder in Berlin sein wird...

Insgesamt war die Barzone 2010 ein grosser Erfolg und ich bin mir sicher das die Barzone 2011 sogar versuchen wird noch eine Schippe draufzulegen, doch das wird nicht einfach!!!
Die Aussteller waren hochklassig, das Rednerprogramm excellent, die Tasting-Rooms stets brechend voll und das Publikum schien sehr zufrieden zu sein.
Die Bartour war ein kleines Fiasko, doch daran waren klar die Busfahrer schuld.

Fast wie ein kleiner Ritterschlag waren all die Parties, die da im Umfeld zur Barzone stattfanden und auch so mancher Spirituosenanbieter der nicht auf der Messe war,
glaubte zumindest mit einem Extra-Event glänzen zu müssen.

Dienstag, 4. Mai 2010

Streetart in Berlin


oder die überraschende Galerie Trottoir...

Kunst kann man natürlich leicht in den zahlreichen Galerien und Museen der Stadt anschauen, aber man kann sie auch mitten im Strassenbild entdecken.
Das einzige was man dafür braucht ist ein offenes Auge, etwas Aufmerksamkeit für Details und ein bischen Freude an moderner Kunst...



Was für den einen Kunst ist, kann aber auch für einen anderen nur wirres Zeug sein, aber diese Werke sind keineswegs nur Kritzeleien oder Sachbeschädigungen!



Einige dieser Künstler nutzen noch heute Graffities, wenn auch wohl ganz anders, als es jugendliche Poser heute mit Sprühdosen tuen.

Sehr begeistert hat mich die Bilderserie (unten) die sich ganz in der Nähe meiner Bar befindet, sie zieht sich über Eck an einem Gebäude entlang und sie ist ein wahrer Wolf im Schafspelz.










wer noch mehr Streetart entdecken möchte dem empfehle ich: Mentalgassi

Montag, 3. Mai 2010

Die Barzone kann kommen

oder die letzten Tage wurde hart gearbeitet...

Die Barzone hat Berlin erreicht und es ist unglaublich wie gross die Resonanz dieses Jahr ist. Diverse Agenturen nerven mit wild verzweifelten Anrufen, ob man nicht mal so schnell noch einige Spirituoseen und Bitters besorgen könne. Vielleicht bin ich ja ein schlechtes Trüffelschwein, aber einige Sachen sind inzwischen kaum mehr zu bekommen, zumindest wenn es schnell gehen soll. Peychaud ist in Deutschland inzwischen echte Mangelware!!!

Ich habe während der Bartour der Barzone die verrückten Stuttgarter bei mir und damit ihr auch wisst, was die da so mixen werden, hier das Cocktailmenu:
(Drink 1-6 sind von den Stuttgarter Jungs und 7-8 von mir...)

1. Azul-Chocolate-Crusta
Corralejo Reposado Tequila
Mozart Black
Mozart Dry
Agavendicksaft
Orangenschale
Meersalz-Valerona-Schokoladen-Rand 8 €


2. English Breakfast
Broker's Gin
Granatapfel-Grenadinen-Marmelade
Grapefruitsaft
Zitronensaft
Creme du mure
Fee Brother's Grapefruit Bitter 8 €


3. Green Tea Gimlet vom japanischen Macha
Vodka
Limettensaft
Macha-Tee-Sirup 8 €


4. France meets Austria
Grand Marnier
Mozart Dry
frischer Ingwer
Celery Bitters
Pink Grapefuitsaft 8 €


5. Camorange Martini
Tanqueray Gin
Limettensaft
Kamillenblüten-Orangen Sirup
Grapefruit Bitters 8 €


6. D.o.T.
Vodka
Blutorangesirup
Zitronensaft
Sanbitter 8 €


7. The Tales of the smoking Lampang
Mekhong (~Aguardente de Cana)
Cranberry-Nektar
Limettensaft
Ahornsirup
geräuchertes Eis 8 €



und als Bartour-Drink noch der
Fairway Green do Brasil
Cachaca verzaubert Ananassaft versüsst vom brasilianischen Zucker und in Balance gebracht von delikater Orangenmarmelade und Limette
Ein brasilianischer Frühlingsgruss an Berlin... 8 €

"Der Drink ist eine Variation vom Marmelade-Sour do Brasil, doch das besondere an dieser Variante ist, das er ausschliesslich aus Bio oder Fair Trade-Produkten gemacht ist. Der Cachaca von Sera des Almas ist Bio-Siegel zertifiziert, der Zuckersirup Homemade aus Fair Trade Rohrzucker, die Orangenmarmelade ist ebenfalls mit dem Bio-Siegel versehen, die Eier aus Bio-Freilandhaltung und die Limetten sind Bio-Limetten."

Dazu gehen noch 2 €uro des Drinks, als Spende an ein brasilianisches Hilfsprojekt für ein soziales Projekt für bedürftigte Kinder und Familien...

Dienstag, 27. April 2010

Der Rumexperte

oder warum Herr Becker lieber in den Urlaub fährt...

Der Mai startet durch wie kaum ein anderer Monat in unserem Barbusiness (Triobar&Rum-Club), gut daher zu wissen, da man sich verlassen kann auf seinen Partner, bzw der Partner einen rechtzeitig verlässt, um sich die Hucke vollzusaufen. Er behauptet zwar das es kein Urlaub wäre, sondern harte Arbeit, aber wer wäre nicht gerne in einem Nobelhotel von Miami und würde mit Herrn Deibel, Herrn Burrell, Herrn Broom und Herrn Meehan mal so rund 100 Rums verkosten???

Herr Becker so geht das nicht... ;-)

Die Barzone startet am Montag mit der Warm-up-Party im Me Collectors Room,
da werde ich zwar nicht arbeiten, aber ich werde dort sein, schliesslich bin ich schon sehr gespannt auf die neue Event-Location von David & Stefan.
Das Programm hört sich auf alle Fälle sehr gut an:

Reingold Bar bemixt by - Sven Sudeck & Tino Hiller
Schnitzelei Bar - Marco cazzolato . Alexander Zienert & David Wiedemann
Probier Mahl mit - Steffen Lohr & Stefan Ketterer
ab 21:00 Uhr in der Auguststrasse 68
Free Entry - nice Drinks and Musik by famous DJ`s....................

------------------------------------------------------------------------------------

Also für alle die es interessiert, unser Dienstplan für Mai:

Barzone 04.05. und 05.05.2010
Auf der Barzone betreue ich mit Patrick aus der Pussers Bar in München den Cachaca-Stand von Jericoa

Desweiteren referiere ich dort auch in der Practice Area:
Pimp your Drink - Cocktails gut in Szene gesetzt
und habe auf der Freifläche draussen einen Stand zum Thema:
Smoked Ice!

Wir haben dazu an beiden Abenden die Bar offen:
Dienstag ist die Bar-Hopping-Tour zu Gast
und ich freue mich besonders über meine tollen Gastbartender aus dem Süden:
Dinos Killerkommando wird da sein und Patrick aus dem Pussers!!!

Mittwoch ist die Bar dann regulär offen,
aber ich empfehle auch die Abschlussveranstaltung der Barzone im Vis a Vis

(so Dietrich Flath via Facebook:
Zum guten Schluss... trifft sich die barzone-Community am Mittwoch, 5. Mai, um 20 Uhr zum brasilianischen Abend im „Vis à Vis" (Raumerstr. 15, 10437). JERICOA– Cachaça artesanal und das Team des „Vis à Vis" zeigen mit leckeren Drinks, dass das Potential von Cachaça über die Caipirinha hinausgeht. So kann auf erfolgreiche barzone-Tage angestoßen werden. Eine Bahiana wird Zigarillos aus dem Hause Dannemann anbieten....)

08.05.2010 Cocktailkurs und danach Bar!!!
15.05.2010 Cocktailkurs und Cocktailtasting in der Bar
17.05.2010 Barbesetzer im Marriott-Hotel
21.05.2010 Geburtstagsparty von einem unserer Lieblingsgäste
22.05.2010 Cocktailkurs und danach Bar

vom 28.05.2010 - 07.06.2010 bin ich dann im Urlaub...

Sonntag, 25. April 2010

Hinweise, die mich schmunzeln lassen

oder zuweilen ist es vielleicht doch anders gedacht gewesen...



ja, nee schon klar...


















das macht Sinn...




gut, wenn man das schon vorher weiss...

Freitag, 23. April 2010

Die Barzone kommt wieder nach Berlin

oder der Mai verspricht spannend zu werden...

Vom 04.05.2010-05.05.2010 ist die Barzone zu Gast in Berlin und verspricht wieder mal zu einem spannenden Treffpunkt für die Szenegastronomie, Barbetreiber und Hotelerie zu werden.
Das Programm der Messe liest sich ausserordentlich gut und man hat auch nicht an sehr guten Referenten gespart, so kommt mit Jim Meehan wohl einer der besten Barkeeper der USA vorbei. Seine berühmte Bar PDT im speak easy Stil ist legendär und wohl eine der Pflichtadressen für Barflies beim New York-Aufenthalt.
Berüchtigt ist auch die Bartour der Barzone und jedesmal eine echte Härteprüfung für die Bars und deren Bartender, denn der Ansturm da ist unglaublich und die Gäste strömen scharenweise ins Objekt und zeigen einem sofort die kleinsten Fehler im Mis-en-place.Mal sehen wie wir uns da schlagen...
Ich persönlich habe aber bereits wundervolle Abende da erlebt und so manchen interessanten Gast am Tresen gehabt...
Ich freue mich sehr auf die Barzone und das wird mit Sicherheit eines der Highlights des Jahres werden!!!

Donnerstag, 22. April 2010

Agave, Agave, Agave

oder ein Tag im Zeiches des Liliengewächses...

Heute Abend wird mal wieder ein Fest für den 100% Agaven-Tequila gefeiert,
diesmal im Form eines Tequila-Seminars promoted vom Tagesspiegel.

Es ist ein Tasting&Workshop-Event, das sich ganz klar an den Laien alias Endverbraucher richtet und ihm einen ersten Einblick ins Reich des 100% Agaven-Tequila richtet.
Bei dieser Seminar-Reihe des Tagesspiegels habe ich schon überaus nette Menschen kennengelernt, die mir immer wieder gezeigt haben, das es sehr wichtig den Gästen auch mal was anderes als den 0815-Standard der Mainstream-Bar. Die Gäste wollen durchaus auch neues kennenlernen, aber dafür muss man sich nunmal auch etwas mehr Zeit nehmen für sie.
Zeit, die große Mainstream-Bars leider nicht haben, zumindest nicht in der Hauptzeit, da der Personalschlüssel mesit recht eng gestrickt ist.

Peinlich finde ich dagegen den Pressetext, den der Tagesspiegel da zusammengeschustert hat, er zeugt von Unwissenheit und vor allem von Desinteresse für das Thema. SHAME!!!
Besonders ärgerlich, weil ich die Marketingabteilung mehrfach angerufen hatte und darauf hingewiesen habe, das dieser Text eine Katastrophe ist, aber vielleicht ist ja das Qualitätsmanagement des Tagesspiegels inzwischen mit grösserern Baustellen beschäftigt. Vielleicht sollte der Drinking Man zuweilen mal über die Texte seiner Marketingabteilung schauen, der kennt sich definitiv besser aus mit Tequila...
Der Stiefelkeeper servierte ein Wasserglas halbvoll mit Tequila, eine Schachtel Streichhölzer – und eine Lucky Strike. Laut Karte „Mitchums letztes Abendmahl“. Der drinking man hat es genossen.


Ich bin mir aber sicher, wir werden den Grossteil auf die Seite der Tequila-Geniesser ziehen können...

-Leider sind keine Plätze mehr frei!!!-




Mexican Star
8cl Gurkenwasser
3 Scheiben Gurke
4 cl Platino Reserva de la Familia Tequila
2 cl Limettensaft
1 cl Agavensirup
Meersalz, Tabasco, Pfeffer


Thommy's Margarita
6 cl 1800 Blanco Tequila
3 cl Agavensirup
Saft einer Limette


Canadian Margarita
6 cl 1800 Anejo Tequila
2 cl Ahornsirup
1 cl Grand Marnier Rouge
Saft einer Limette


43 Hibiki-Sunset
4 cl Reposado Tequila
2 cl Licor 43
3 cl Limettensaft
10 cl Orangensaft
eingelegte Hibiskusbluete


Mexican Bramble
5 cl Reposado Tequila
2 cl Creme de Mure
1 cl Agavensirup
Saft einer Limette


Donnerstag, 22.04.2010 19.00 Uhr
Anhalter Bar/ Historischer Siemenssaal
Schöneberger Strasse 3
10963 Berlin
In den historischen Siemenshöfen am Potsdamer Platz,
Eingang Mövenpick Hotel Berlin

Mittwoch, 21. April 2010

2 Playmobil-Kreuzritter und 700 ml Goldengel

oder der Herr Meyer und seine Verwandtschaft

Unglaublich wie der Herr M. aus HH seinen Blog "missbraucht" und das auch nur um der werten Familie noch ein Extra-Einkommen zu sichern. Gold Engel heisst das neue Produkt seines Cousin, das noch keinen Platz auf der Homepage des Kreuzritters hat und das schickt er nun gnadenlos ins Battle um die Krone der Mixability.
Der reisende Leser, der keine Angst vor grossen Messen hat, kennt es natürlich schon, aber der der es noch nicht kennen sollte, hat nun die Chance eine von 20 Flaschen zu gewinnen.

Was man dafür tun muss???
Nun ja, man sollte ein Jünger des neuen Barkultur-Testaments alias des Liquid Letters werden,
was wohl demnächst in unserer Email-Postfächer sich ergiesst
und natürlich auch ein Rezept einreichen...

und schon hat man die Chance bei der Verlosung der 20 Flaschen Glück zu haben...
... was ist eigentlich aus dem T-Shirt Contest geworden???



---ACHTUNG der obere Text ist satirisch durchsetzt ---


ich empfehle die Abonnierung des Liquid Letters uneingeschränkt!!!

Van Nahmen


oder Saft ist nicht gleich Saft...

Während meiner ganzen Überlegungen zu einem Bio&Fair-Cocktail kam ich natürlich auch nicht um das Thema Säfte herum und da half mir ein wenig der Zufall, als ich einen Kollegen traf der mir einen Saft einfach mal so mitbrachte.
Es war eine Flasche van Nahmen Elstar- Apfelsaft naturtrüb und dieser Apfelsaft ist ein Gedicht! Generell finde ich ja naturtrüben Apfelsaft, sehr viel delikater als den klaren Apfelsaft, aber das was van Nahmen da in die Flasche bekommen hat, ist einfach famos.
Generell finde ich den Bioansatz sehr gut, doch was nützt Bio, wenn die Produkte geschmacklich nicht mithalten können, oder aus Sorten gemacht sind, die einfach sehr gut und schnell wachsen, aber nicht vom Aroma die stärksten sind. Doch genau das macht van Nahmen anders, sie pflegen besonders alte Sorten und keltern daraus ihre Säfte.
Auch haben sie noch alte Streuobstwiesen erhalten und pflegen sie, etwas was in Zeiten der weit verbreiteten Monokulturen, doch eher die Ausnahme geworden ist.
3 ihrer Säfte sind Bio zertifiziert, die Streuobstwiesen sind es zwar nicht, aber das liegt wohl mehr an den schwierigen Zertifizierungsauflagen bei Streuobstwiesen, als daran das sie nicht Bio wären.

Generell sind die verschieden Bio-Siegel und Zertifizierungen durchaus ein Problem und ich kenne so manche Spirituose inzwischen, die Bio zertifiziert ist, aber kein offizielles Bio-Siegel trägt, da das nur mit weiteren Kosten verbunden wäre. Auch mit Bio-Siegeln und Marken lässt sich halt viel Geld verdienen. SCHADE!!!

Doch zu van Nahmen zurück und deren tollen Säften aus der Gourmet-Linie, ich bin wirklich begeistert von deren Produkten und werde euch demnächst noch die anderen aus deren Portfolio vorstellen. Ich habe mir 12 Produkte rausgesucht und werde diese euch nach und nach präsentieren, einige Produkte sind dabei, die sind so intensiv im Geschmack, die eignen sich eher als Schorle, daher gerade aber für den Sommer ein wunderbarer Durstlöscher...

Dienstag, 20. April 2010

Mein erster Bio-Fair Trade Cocktail

ein Cocktail kann auch Fair und Bio sein...

Anfang Mai ist die Barzone in Berlin und am Abend des ersten Messetags ist traditionell die Bartour der Barzone...
Wir sind dieses Jahr auch wieder in der Bartour und das ist unser Signature-Drink zur Bartour und für mich auch der Auftakt eines neuen Projekts: Bio und Fair Cocktails

Fairway Green do Brasil

Cachaca verzaubert Ananassaft versüsst vom brasilianischen Zucker und in Balance gebracht von delikater Orangenmarmelade und Limette
Ein brasilianischer Frühlingsgruss an Berlin...
8 €

"Der Drink ist eine Variation vom Marmelade-Sour do Brasil, doch das besondere an dieser Variante ist, das er ausschliesslich aus Bio oder Fair Trade-Produkten gemacht ist. Der Cachaca von Sera des Almas ist Bio-Siegel zertifiziert, der Zuckersirup Homemade aus Fair Trade Rohrzucker, die Orangenmarmelade ist ebenfalls mit dem Bio-Siegel versehen, die Eier aus Bio-Freilandhaltung und die Limetten sind Bio-Limetten."

Dazu gehen noch 2 €uro des Drinks, als Spende an ein brasilianisches Waisenhaus das sich um Strassenkinder aus Rio kümmert


Ab Mai werde ich dann immer einen, möglichst Fairen Cocktail haben, der aber auf jeden Fall 100% Bio ist. Für mich ist das der erste Schritt zu einer faireren Cocktailbar und einer Umorientierung in Bezug auf ein stärkeres Umweltbewusstsein hinter meinem Tresen. Wenn man mal genauer hinsieht und sich nur etwas mehr Mühe gibt, dann kann man schon einiges in Bezug auf Umweltschutz, fairen Handel und Energiesparen tun.
Der eine oder andere mag jetzt glauben, das ich spinne oder über Nacht zum Ökoonkel geworden bin, aber das ist nicht so. Schon seit langem überlege ich wie man seinen Gastrobetrieb auch etwas grüner führen kann und dabei auch noch Geld spart.
Letztes Wochenende habe ich mich mit sehr vielen Leuten dazu ausgetauscht und unterhalten, besonders intensiv mit Benjamin Schweitzer von oecocommunity, er hat mir viele Ideen mitgegeben, wie so eine Bar sein könnte und wo vor allem noch viel grünes Einsparpotential liegt. DANKE BENJAMIN!!!

Der erste Schritt wäre hiermit also getan und ich würde mich sehr freuen, falls der eine oder andere Gastronom mitziehen würde...

Montag, 19. April 2010

Die Barbesetzer

oder zuweilen ist man fern vom Traum, aber nah am Alltag...

Wozu sollte man eine Bar besetzen, wenn man doch eine eigene hat und diese nahe am wahrgewordenen Traum ist.
Barbesetzer zu sein, heisst jedoch jedes Mal aufs Neue die Herausforderung zu suchen.
Zu zeigen das Alltag nur eine Frage der Definition ist und jeder Barabend zu einem kleinen Abenteuer oder einer Aromaexpedition werden kann, solange ich es schaffe, mich jedes mal aufs Neue wieder herauszufordern.
Heute Abend ist es wieder soweit und wir nehmen die Herausforderung gerne an, begleitet von Mitarbeitern der Bar, für die es wahrscheinlich auch stets eine neue Herausforderung ist, das ihre Bar und ihr Publikum auf einmal fremd beeinflusst wird.
Das da auf einmal 2 neue Bartender ein ganz anderes Programm, als sonst dort zeigen und versuchen die Gäste auf deren Seite der Barkultur zu ziehen. Sie verführen wollen Drinks zu erleben, die abseits der dort sonst so üblichen Pfade liegen. Wir freuen uns den Frühling ins ehrenwerte Haus zu holen und hoffen das unsere Drinkauswahl die Gäste auf das schönste berauscht...

Die Barbesetzer rocken das Marriott-Hotel
Montag, 19.04.2010 ab 18.00 Uhr!!!


JazzaRio - der Frühling kommt nach Berlin


Marmelade-Sour do Brasil


Cachaca verzaubert Ananassaft versüsst vom brasilianischen Zucker und in Balance gebracht von delikater Orangenmarmelade und Limette
Ein brasilianischer Frühlingsgruss an Berlin...



Smoke Signals do Brasil


Cachaca und Cranberry-Nektar in einer leidenschaftlichen Alliance
begleitet von Ahornsirup und rauchigem Eis



Southamericana old fashioned

Ron Zacapa 23 vermählt sich mit zarten Bitter-Schokoladentönen und
brasilianischen Zucker zu einem Gedicht der Aromen



Champagnero

Französischer Genuss trifft auf brasilianische Fruchtigkeit.
Grand Marnier bettet sich im Champagner und erhält spritzige
Fruchtbegleitung durch zarte Mango und Limette



Ramos Gin Fizz

Englischer Gin präsentiert sich sanft perlend in fruchtig-sahniger Hülle
elegant und sehr delikat, ein perfekter Drink zu jeder Zeit...



Russian Springtime

Vodka spielt mit reifen Trauben, zartem Wermut
und pikanter Ingwerlimonade



April - oui c'est moi


Cognac und Grand Marnier feiern ein wildes Fest im pikanten Kleid
und süßen Details



C'est fou Madame Nagi

Cognac und Birnenbrand spielen auf einer Bühne von Orangenmarmelade
und Birnensaft ein wildes Spiel der Köstlichkeiten




Panamerica Manhaitiana


Ron Zacapa 15 rast in die Glückseligkeit eines warmherzigen Wermuts und
stürzt die Zunge in einen berauschen Trip von vollen Rumaromen...


Willkomen bei den Barbesetzern...

Sonntag, 18. April 2010

Rezepte

oder was schöne Worte nicht genau erzählen wollen...

JazzaRio - der Frühling kommt nach Berlin


Marmelade-Sour do Brasil


Cachaca verzaubert Ananassaft versüsst vom brasilianischen Zucker und in Balance gebracht von delikater Orangenmarmelade und Limette
Ein brasilianischer Frühlingsgruss an Berlin...


6 cl Cachaca, 6 cl Ananassaft, 1 cl Zuckersirup, 2 Bl Orangenmarmelade, 3 cl Limette,
1 Eiweiss


Smoke Signals do Brasil


Cachaca und Cranberry-Nektar in einer leidenschaftlichen Alliance
begleitet von Ahornsirup und rauchigem Eis


6 cl Cachaca, 8 cl Cranberry-Nektar, 2 cl Ahornsirup, 3 cl Limette


Southamericana old fashioned

Ron Zacapa 23 vermählt sich mit zarten Bitter-Schokoladentönen und brasilianischen Zucker zu einem Gedicht der Aromen

6 cl Ron Zacapa, 3 dashes Schokoladenbitter, 1 Bl Zuckersirup


Champagnero

Französischer Genuss trifft auf brasilianische Fruchtigkeit.
Grand Marnier bettet sich im Champagner und erhält spritzige
Fruchtbegleitung durch zarte Mango und Limette


2 cl Grand Marnier, 1 cl Limette, 10 cl Champagner

Ramos Gin Fizz

Englischer Gin präsentiert sich sanft perlend in fruchtig-sahniger Hülle - elegant und sehr delikat, ein perfekter Drink zu jeder Zeit...
6 cl Tanqueray No. Ten, 1 cl Sahne, 2 cl Limette, 2 cl Zuckersirup, 1 Eiweiss, Soda

Russian Springtime

Vodka spielt mit reifen Trauben, zartem Wermut
und pikanter Ingwerlimonade


6 cl Smirnoff black, 6 reife Trauben, 2 cl Lillet, 12,5 cl Ingwerbeer


April - oui c'est moi


Cognac und Grand Marnier feiern ein wildes Fest im pikanten Kleid und süßen Details

5 cl Cognac, 2 cl Grand Marnier, 2 Bl Zuckersirup, Limettenviertel, 12,5 cl Ingwerbeer

C'est fou Madame Nagi


Cognac und Birnenbrand spielen auf einer Bühne von Orangenmarmelade und Birnensaft ein wildes Spiel der Köstlichkeiten

5 cl Cognac, 2 cl Birnenbrand, 2 Bl Orangenmarmelade, 8 cl Birnnensaft



Panamerica Manhaitiana


Ron Zacapa 15 rast in die Glückseligkeit eines warmherzigen Wermuts und stürzt die Zunge in einen berauschen Trip von vollen Rumaromen...

6 cl Ron Zacapa, 3 cl Punt e Mes, 1 dash Schokoladenbitter, Orangenzeste

Willkomen bei den Barbesetzern...

Freitag, 16. April 2010

Die Barbesetzer begrüssen den Frühling

oder das Marriott-Hotel bekommt ein berauschendes Fest...

Die Barbesetzer rocken mal wieder das Marriott-Hotel
und am Montag, den 19.04.2010 ab 18.00 Uhr sind wir wieder da!!!

JazzaRio - der Fruehling kommt nach Berlin


Marmelade-Sour do Brasil:

Cachaca verzaubert Ananassaft versuesst vom brasilianischen Zucker
und in Balance gebracht von delikater Orangenmarmelade und Limette
Ein brasilianischer Frühlingsgruss an Berlin...


Smoke Signals do Brasil

Cachaca und Cranberry-Nektar in einer leidenschaftlichen Alliance
begleitet von Ahornsirup und rauchigem Eis


Southamericana old fashioned

Ron Zacapa 23 vermählt sich mit zarten Bitter-Schokoladentönen und
brasilianischen Zucker zu einem Gedicht der Aromen


Champagnero

Französischer Genuss trifft auf brasilianische Fruchtigkeit.
Grand Marnier bettet sich im Champagner und erhält spritzige
Fruchtbegleitung durch zarte Mango und Limette


Ramos Gin Fizz

Englischer Gin präsentiert sich sanft perlend in fruchtig-sahniger Hülle
elegant und sehr delikat, ein perfekter Drink zu jeder Zeit...


Russian Springtime

Vodka spielt mit reifen Trauben, zartem Wermut
und pikanter Ingwerlimonade


April - oui c'est moi

Cognac und Grand Marnier feiern ein wildes Fest im pikanten Kleid
und süßen Details


C'est fou Madame Nagi

Cognac und Birnenbrand spielen auf einer Bühne von Orangenmarmelade
und Birnensaft ein wildes Spiel der Köstlichkeiten



Panamerica Manhaitiana

Ron Zacapa 15 rast in die Glückseligkeit eines warmherzigen Wermuts und
stürzt die Zunge in einen berauschen Trip von vollen Rumaromen...

Willkomen bei den Barbesetzern...

Mittwoch, 14. April 2010

Grüne Gedanken

oder wie ökologisch vertretbar kann eine Cocktailbar sein...

Seit Wochen düst dieser Gedanke durch meinen Kopf, seit ein Gast mich fragte, ob es für Bars eigentlich auch ein Öko-Audit gäbe. Ich habe mir vorher manchmal deshalb Gedanken gemacht, zwecks der von mir verwendeten Säfte, ob diese denn auch Bio sein müssten, oder eher nicht. Schon bei dieser Fragestellung kam ich zu keiner weiterführenden Antwort wirklich. Ein weiterer Anstoss kam von einem Kollegen der jetzt verstärkt Bio und Fair Trade Produkte seinen Gästen anbietet.
Obst wäre ein weiteres Thema, ebenso die Energieeinsparung bei dem recht grossen Gerätepark, gerade die ganzen Kühlsysteme fressen Energie. Etwas was eine Bar ebenfalls in grossen Mengen verbraucht ist natürlich auch Wasser, für einen Laien ist es fast unvorstellbar wieviel Wasser man an einem gut besuchten Abend verbraucht.
Ein besonders kritischer Punkt sind auch die vielen tropischen Früchte die zum Einsatz kommen, deren Transport ist ökologisch betrachtet schon ein kleines Desaster, aber die Bedingungen unter welchen sie hergestellt werden sind oftmals noch viel schlimmer.
Für Natur und Arbeiter oftmals gleich schädlich, sind manche Früchte für eine Bar daher problemlos bezahlbar, aber nur weil es auf Kosten der nächsten Generationen gemacht wird.
Ich will jetzt hier nicht den Eindruck vermitteln, eine Bar ist politisch nicht korrekt,
oder ich würde völlig im Einklang mit der Natur leben. NEIN - das tue ich keineswegs, aber darüber nachzudenken und vielleicht auch einige Schritte in die Richtung einer umweltverträglicheren Cocktail-Bar zu gehen, das kann doch nicht falsch sein.

Ich treffe mich diesen Wochenende mit jemanden, der vielleicht die eine oder andere gute Idee dazu hat. Für mich soll es ein erster Schritt werden, dem hoffentlich noch weitere von mir folgen. Ich werde euch auf dem laufenden halten...

Dienstag, 13. April 2010

Ein Abend im Zeichen der rohen Köstlichkeiten

oder der rohe Botschafter rollt an...



Es gibt mal wieder Sushi bei uns im Institut für angewandte Barkultur.
Leckeres Sushi und delikate Cocktails, was braucht man mehr?!?
Lust und Zeit?!?
Na dann meldet euch schnell noch an:

Freitag, den 16.04.2010
Das Sushi-Fest startet um 20.00 Uhr
Pro Person 17,50 €, es sei denn ihr habt vorbestellt,
dann nur 15,00 €.

Anmeldungen unter 0163-2075677
Vielleicht sehen wir uns ja dann...

Montag, 12. April 2010

Miss Miller irrt sich wahrscheinlich

oder die Tücke des einen L bei Lillet



Herr Meyer und ich waren mal wieder zweier unterschiedlicher Meinungen zwecks der Lagerfähigkeit von Lillet, aber wir waren auch beide uneins darüber, wie es zur seltsamen Schreibweise bei den Lilletflaschen kam. Herr Meyer fragte deshalb beim EUVS an und Anastatia Miller antwortete kurz darauf:
Anastatia Miller via Facebook by Jörg Meyer

Hi Jörg,

Hope all is well with you! Yes. We do know why the 1950s bottles have only one L.

You see, when the company decided they wanted to export to the USA, they realised that no American could pronounced "LILLET" properly. So they tested the market with the single L only in the main image of the label. In the smaller information text on the same label, the company is still spelt Lillet Fréres....

Cheers
Anistatia


Das klang plausibel und sehr überzeugend, ich teilte dies meinem Dozenten mit und der wirkte alles andere als überrascht , aber schmunzelte ein wenig darüber. Die Erklärung mit aus dem Doppel L wird in der Grosschreibung manchmal nur ein L, ist seiner Meinung nach wahrscheinlicher. Jedoch war er begeistert wie sehr ich mich für Typographie begeistern konnte, aber bei ihm im Unterricht stets sehr gelangweilt wirkte. Wir plauderten noch ein wenig und dann verabschiedete ich mich von ihm...

Nun heute bekam ich Post von ihm, ja so richtig mit Briefmarke und allem, er liebt es halt sehr traditionell. Anbei waren einige Bilder aus dem Internet, die allesamt Lilet Werbung als Motiv hatten. Die Bilder stammen aus Europa, speziell auch einige direkt aus Frankreich. Auf allen ist KINA LILET ohne Doppel-L, ich glaube Miss Miller hat sich geirrt...

hier ein Link mit einigen Beispielen dafür: LILET