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Donnerstag, 1. Juli 2010

Kiezperle

oder das unauffällige Cafe Noir in der Potsdamer Str. ...



Wer in der Potsdamer Str. / Ecke Bülowstr. öfter unterwegs ist, der kennt das Problem mit einem guten Cafe in der Nähe. Die Auswahl ist dürftig und die meisten Kaffeestuben sind nebenbei noch Telecafe und Spätkauf mit dem typischen anatolischen Berlin-Charme. Doch da ist ja glücklicherweise noch das Cafe Noir. Es ist ein unscheinbares Cafe von aussen, aber wer es zum ersten Mal betritt merkt gleich etwas von der sehr netten Atmosphäre des Service-Teams und dem sehr gut gemachten, aber unauffälligen Innendesign.
Der Espresso ist von bester Güte und auch die kleinen Speisen von guter Qualität.

also falls ihr mal in der Nähe sein solltet und einen guten Platz zum verschnaufen sucht, dann seid ihr genau richtig im Cafe Noir...

Café Noir
Potsdamer Str. 142
10783 Berlin
Tel: +49 30 21 23 23 03

Dienstag, 25. Mai 2010

"Kleingärten" in Schöneberg

oder der Kiez macht sich schön...


Wer durch die Eisenacher Str. oder auch die Winterfeldstr. läuft, der kann sie entdecken die kleinen blühenden Stätten des zivilen Ungehorsams. Plätze an denen Bürger dieser Stadt ihren Ämter Paroli bieten und sich einen Kampf ums Grün mit den Behörden liefern.



...so muss es aus aussehen das sich kein Amt berufen fühlt einzugreifen, maximal geeignet um ein Fahrrad trostlos abzustellen, aber auf keinen Fall ein Hort der Gemütlichkeit darf es sein...



Doch sobald es ein wenig hübscher wird und jemand in Eigenregie sich um einige Grünpflanzen kümmert und einen kleinen Zaun errichtet, der das Biotop gegenüber einem Hundeklo abgrenzen soll, erwacht die Regulierungswut der Berliner Ordnungsämter



Stolperfallen und nicht genehmigte Bepflanzungen sieht das Ordnungsamt darin, ein wenig mehr Grün und etwas Liebe zum Kiez der gemeine Bürger.



So einen Auswuchs an Kiezverbundenheit und Wildwuchs an Stauden und anderen Gewächsen sieht der Amtsschimmel, da doch eher lieber streng limitiert, brav angemeldet und kostenpflichtig verwaltet.



Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder seine Baumscheibe in ein schönes lebendiges Biotop versetzen würde.
Anarchie und Revolution wären uns da doch schon mal ganz sicher...
Diese Blumenkinder damals haben ja auch nur Ärger gemacht



So eine ehemalige Baumscheibe, die nun zum Fahrrad-Abstellplatz mit Blumenbeet geht auch nicht, diesen Wildbepflanzungen und Barrikadenbauten kann das Amt nicht ohne Genehmigung so akzeptieren...



na also es geht doch!!! So trostlos und dreckig - das beruhigt den Amtsschimmel und er trabt zufrieden weiter...



Zwar keine Bepflanzung und auch kein Zaun, aber einfach so eine Bank zum kostenlosen verweilen aufzustellen, das geht so nicht - zumindest nicht ohne kostenpflichtigen Bauantrag und einer ebenfalls kostenpflichtigen Genehmigung zur Nutzung des Strassenlandes alias dem Gehweg.

Freitag, 14. Mai 2010

Kiezperlen

oder zu Gast bei Lina Rothenberger


Ich mag diese kleinen Läden, die auch so typisch für den Schöneberger Kiez sind, denn sie sind es, die den Kiez so wunderbar lebenswert machen. Kleine Geschäfte mit unheimlich viel Herzblut und überschäumender Liebe fürs Detail.
Lina Rothenberger - feine Kost und Lebensmittel ist genau solch ein Laden, der kleine Eckladen hat nicht viele Sitzplätze, aber diese sind meist sehr gut besucht. Das kleine, aber feine Mittagsangebot ist ebenso gut wie die delikaten Vorspeisen aus der Vitrine oder das excellente Kuchenangebot. Der Service ist herzlich und stets bemüht den Gast zu verwöhnen - wer einmal da war, der kommt einfach gerne wieder...


Hierbei handelte es sich um geschmälzte Maultaschen, mit Spätzle an Zucchini-Paprikagemüse...circa7,50 €...


Mein Sohn ist alles andere als ein Kostverächter, aber wenn er die Gabel zur Seite legt und wie wild zulangt, dann ist das auch stets ein Zeichen wie gut es ihm schmeckt.


Der kleine Garten ausserhalb bietet 6-8 Personen nochmals Platz zum sitzen, speisen und verweilen. Einem kleinen Entdecker wie Lysander natürlich noch vieles mehr...