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Montag, 16. August 2010

Seattles best looking and drinking Barflyteam enters Berlin

oder liebe Barbesitzer seid im September auf der Hut...



Die beiden Barfliegen auf dem Foto heissen Wendy and Dayne
und wo sie auftauchen das sind gute Drinks stets in Gefahr.
Verführerische Lippen und eine charmante Zunge sind Wendys Waffen,
die jeden Drink dehydrieren lassen.
Dayne hat einen entwaffneten Charme und einen smarten Blick,
der jedem Bartender klar macht:
Ich habe einen Engel als Frau, nun mix mir einen teuflischen guten Drink!

Demnächst also in Berlin,
ich bitte um Aufmerksamkeit,
die 2 haben es mehr als verdient!!!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Neues aus Seattle

oder die Munats sind immer fuer einen Spass zu haben

so zu lesen vor kurzem in einer Gazette von Seattle:
Charles Munat is a collector of rare spirits and liqueurs and a frequenter of Seattle cocktail bars. In preparation for a move to Argentina, Munat has begun cleaning out his collection. How fun, Munat and I thought, to gather some of Seattle’s best bartenders, present them with these bizarre boozes—plus some unconventional pantry items—and see what they’d get up to.

On October 1st, we did. Bartenders Jamie Boudreau, Andrew Bohrer, Zane Harris, Paul Clarke, Philip Trickey, and Jay Kuehner gathered at Rob Roy. (Anu Apte, who owns Rob Roy with Harris, was there too, but she seemed to be actually working or something. Sadly we have no samples from her.)

Here’s what Charles brought the barmen:

Satoh Shochu (60% sweet potato/40% rice) from Japan

Tiffin Tea Liqueur from Germany

Tremontis Mirto myrtle berry liqueur from Italy

Red mung beans

Tapioca pearls

Wild hibiscus flowers in syrup

Organic creamy peanut butter

Munat also invited a rep from Corsair, a microdistillery in Kentucky whose bottles will soon to be sold in Washington.

The bartenders jumped right it—Boudreau showed he meant business by reaching for the mung bean jar, Bohrer started intently muddling sage with the wooden muddling stick he calls “Teddy.” It was Harris was who first picked up the peanut butter.

“Can we agree,” Harris said later, when it was all over and his bar was sticky with hibiscus syrup and littered with dirty coupe glasses full or warm drinks and wilted garnish. “That we should never make cocktails with peanut butter?”

In truth, the peanut butter drinks—a strange take on pb&J from Harris, a muddy mixer made with Polish porter by Bohrer, and some crazy-textured cocktail by Boudreau (it should be force fed to anyone who says the word “mouthfeel” too often)—were kind of dreadful.

But the rest? Delicious and impressive. I knew these guys were good, but these spontaneous mixers showed the breadth of their knowledge and creativity.
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Unfortunately, we were unable to photograph all the drinks from the day, including a surprisingly tasty mung bean drink from Jamie Boudreau (below) and two drinks from Jay Kuehner. I’m working on getting recipes for Kuehner’s cocktails.

Jamie Boudreau’s mung bean cocktail
1.5oz gin
.75 oz Lillet
8 barspoons mung beans, muddled
Dash of simple syrup (2:1)
Orange zest for garnish


also Charles give an Comment about this crazy Mixsession:
Nice article, Jessica. I had a great time. I should mention, though, that at the last minute rather than pull impossible-to-find liquors from my collection, I picked up the shochu, tea liquor, and myrtle-berry liquor online from DrinkUpNY -- all were suggested by one of their employees, and DrinkUpNY owner, Kamal, waived the overnight shipping charges to help out. I wanted to pick obscure liquors, but ones that readers could find if they wanted to reproduce the drinks. As for the Corsair products used in the drinks, they should be available in Washington state soon, I think. The other ingredients you can get at any good grocery store or in the International District. The peanut butter and Goldfish foam cocktail with stout beer in it that Andrew created was far and away the most horrifying concoction, but I actually liked a couple of the peanut butter drinks (though not as a regular thing). One tasted weirdly like liquid Butterfinger or something like that. We should make this a regular thing, but with different ingredients and a rotating cast of bartenders. And we should let people come watch and taste. The drinks really were spectacular.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Meine Empfehlungen fuer Seattle!!!

natuerlich bezogen auf Bar- und Esskultur
und vor allem anhand meiner persoenlichen Reiseerfahrungen...


Bars
Zigzag
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Murray muss man einfach moegen und er ist eine echte Barlegende. An der Westkueste gilt er als der einflussreichste Bartender ueberhaupt und als Ziehvater der Barkultur. Die Spirituosen-Auswahl des Zigzag ist legendaer und fuer Bourbon- und Ryefreunde wohl einer der besten ueberhaupt...
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Spur
wenn Zane da ist, dann ist diese Bar eine Empfehlung wert, ansonsten eher eine gute US-Standardbar...

Vessel
wohl eine der angesagtesten Bars von Seattle und wohl auch mit dem Zigzag die beste Bar der Westkueste. Jim und seine Crew sind einfach toll. Es war mir eine grosse Ehre dort zweimal Gastbartender gewesen zu sein.

Naga
Die Kombination von Bar- und Restaurant passt tadellos und sowhl die Drinks als auch das Essen sind sehr zu empfehlen. Der Bartender Andrew ist meine Empfehlung des Abends, anfangs recht scheu, jedoch wenn er erstmal auftaut dann sprueht er nur so vor Begeisterung fuer die Barkultur.

Sambar
Die Sambar ist haeufig ein lokaler Treffpunkt von Seattles Bartenderszene und mit ein wenig Glueck erlebt man einen dieser typischen Sambar-Abende. Ein Abend an dem man vor Lebensfreude platzen mag und die Bar einen noch wild mitreisst.

Moshi Moshi
wohl das beste Sushi von Seattle und sehr gute Cocktails locken. also los ab ins MOSHI MOSHI und unbedingt auch mal den mit Rharbarber infusionierten Gin probieren.

Tini Bigs
Niemand geringeres als Jamie Boudreau selber steht am Montag & Dienstag selber hinter der Bar und an diesen Tagen ist ein Besuch mehr als zu empfehlen. Fragt mal nach dem Cocktail Simsalabim.

Rob Roy
Zane Harris und Anu Apte waren gerade bei der Uebernahme des Objektes als ich dort zu Besuch war. Die beiden Bartender mit viel Herzblut werden dem Rob Roy sicher noch viel mehr Charakter verleihen. Ihr werdet die beiden lieben...

Barrio
Das Barrio in Seattle kann ueberzeugen, aber das tut es leider nicht regelmaessig, was aber immer ueberzeugt ist die gute Kueche, die schoene Tequilaauswahl und das fantastische Lichtdesign am Abend.

Zu guter Letzt noch ein Speakeasy-Tip: Knee High Company
Die Knee High Company ist ein noch recht junges Speakeasy, aber es hat viel Potential. Mir persoenlich hat es sehr gefallen und der Barmann Ben gibt sein Bestes um seine Gaeste auch richtig zu verwoehnen. Also einfach mal da anrufen...
Die Nummer sei mal hier von mir verraten: 206-979-7049


Donnerstag, 9. Juli 2009

Nicht immer ganz einfach zu finden

oder wie fragt man in einer fremden Stadt nach einem Speakeasy, wenn die Adresse mehr als verwirrend ist

Speakeasy-Bars sind fuer mich als Betreiber eines solches Projektes, natuerlich immer besonders spannend, aber wie finden - wenn man gerade mal 6 Tage in der Stadt ist. Hier in New Orleans gibt es einige Speakeasy-Bars, aber deren Qualitaet ist eher sehr maessig und beschraenkt sich wohl darauf, das sie eher illegal sind als eventuell auch noch gut. Bier und Wein von unterer Qualitaet wurden ausgegeben und einige Cocktails, deren Niveau aber alles andere als ertraeglich war. Wie jeder seine eigene Bar, ob Speakeasy oder regulaer, nun zu fuehren hat ist ihm selbst ueberlassen, aber New Orleans haette mehr verdient. Meine zwei Begleiter des Abends und ich waren uns da voellig einig, so etwas kann man auch ein wenig niveauvoller gestalten; vielleicht dabei gleich dann auch noch einige wenige aber sehr gute Cocktails anbieten.Wir werden heute nochmal einen Versuch starten, vielleicht haben wir ja heute mehr Glueck.

Als kleinen Trost aber einige Impressionen aus einem Speakeasy in Seattle, das erst vor kurzem eroeffnet hat, mir aber bis auf einige Startschwierigkeiten schon sehr gut gefallen hat.
Knee High Stocking Co
206-979-7049




Montag, 29. Juni 2009

Ein Abend in Seattle

oder aber koksen against Caracas

Mit Charles Munat an der Seite wird Seattle nie langweilig und stets weiss er den rechten Ort zur rechten Zeit zu erreichen. An diesem Abend waren wir erst im Naga und dann im Sambar, dort wollten wir nur kurz anhalten um jemanden abzuholen, aber manchmal entwickelt sich halt doch alles anders:
Der Bartender des Sambar heisst Jay und wenn er gute Laune hat, dann reisst er einen ganzen Laden ins schoenste Chaos und laesst jegliches Zeitgefuehl verloren gehen. An diesem Abend war er ganz genau in dieser Stimmung und der Laden lag ihm zu Fuessen. So riss er uns mit ins schoenste Verderben. Innerhalb von 30 Minuten hatten uns 6 verschiedene Shooterrunden erreicht und nie gab es eine Gelegenheit was auszulassen:

1. Runde Reposado-Tequila - Mezcal - Vermouth - Lime - ??? - Pfeffer
2. Runde Cognac - Grand Marnier - Orange - Lime - Kokatinktur
3. Runde Kokatinktur - Sangria - Grapefruit - Blanco-Tequila - Pfeffer
4. Runde Gin - Vermouth - Lime - Grenadine-Red-Pepper-Sirup
5. Runde Limettenscheiben - Kaffee - Zucker - Pampero Anniversario
6. Runde Grapefruitfilets - Sangria - Tabasco - Gruener Pfeffer - Mezcal

Nach diesem Blitzkrieg im Kampf gegen die Nuechternheit wollten wir laengst den Laden verlassen haben, aber irgendwie ging es nicht. Also entschied ich mich nach diesem klaren und ueberaus heimtueckischen Angriff auf meine Leber fuer einen brutalen Gegenschlag.
K O K S E N!!!
Also suchte ich mir meine Opfer am Tresen zusammen und orderte den Gegenschlag!
Kaffeebohnen - Wuerfelzucker - Jamaica-Rum (Wray&Nephew white Overproof)
Wer noch nie gekokst hat dem empfehle ich auch nicht damit anzufangen, aber wenn man mit dem Ruecken zur Wand steht ist- das manchmal der einzige Weg wieder freizukommen.
10 Kaffeebohnen und den Zuckerwuerfel auf die Handflaeche und ab in den Mund nun gut zerkauen und mit 4-6 cl Wray&Nephew WO gut den Mund ausspuelen und dann alles brav runterschlucken. Ein ueberaus heftige Attacke gegen den gesunden Menschenverstand, aber danach waren die Jungs wieder lammfromm und wir sind froehlich weiter zum Vermouth-Tasting gestolpert.

Freitag, 26. Juni 2009

Seattle - ich komme

oder aber 24 Stunden Anreise koennen hart sein

Momentan sitze ich in einem typischen US-Coffeeshop und tippe erholt diese Zeilen waehrend es in Deutschland mitten in der Nacht ist...
Am Donnerstag startete meine Reise, um 6.34 Uhr sollte mein Flieger von Berlin nach Bruessel gehen und von dort dann nach New York und von New York dann nach Seattle.
Berlin - Bruessel - New York - Seattle (oder aber 24 Stunden von Berlin nach Seattle)
Der Flug nach Bruessel war recht problemlos, aber dann in Bruessel ging es los:
Die grosse Einreisebefragung der US-Regierung, unzaehlige schwachsinnige Fragen, die eh keiner ehrlich beantworten wuerde...
Peinlichste Untersuchungen der Gepaeckstuecke und erneut weitere unzaehlige unsinnige Fragen zu meinem Reisegepaeck. Die 8-fache!!! Kontrolle meines Reisepasses erweckte erstmals in mir das Ansinnen vielleicht doch noch ein Terrorist zu werden, dann wuesste ich wenigstens warum ich so behandelt werde.
Endlich durfte ich das Flugzeug gen NY betreten und auch dort wurden wieder und wieder Einreiseformulare verteilt... der Flug selber war okay, den Grossteil der Flugzeit habe ich einfach verschlafen...
Endlich angekommen in NY ging es dann jedoch erst richtig los! Warum will ich in die USA einreisen und habe ich terroristische Kontakte gehabt und aehnliche dumme Fragen... Mein Koffer wurde dreimal mit Roentgenstrahlen gecheckt und aus Sicherheitsgruenden zweimal kontrolliert, beim Zoll musste ich dann wieder meinen Koffer oeffnen und alles moeglich erklaeren. Wer hat ihren Koffer gepackt und aehnliches wurde ich gefragt, mein einziger Gedanke staendig dabei:
Mike verkneif dir jeden Kommentar dazu sonst haengst du drei Wochen im Spa von Guantanoma!
Nun ja mein Gepaeck wurde ja staendig kontrolliert, aber trotzdem haben sie es geschafft eines der Gepaeckstuecke unterwegs zu verlieren. Einen Karton mit 6 Flaschen haben die Jungs einfach mal so verloren!!! Great Job!!!
In NY endlich durch die Einreise gekommen warteten 4 Stunden Aufenthalt auf mich bis zum naechsten Flug, speziell wenn man muede ung genervt ist koennen 4 Stunden Wartezeit doch recht lang sein. Endlich ging es dann weiter...
Wieder in eine Maschine von AA rein und wieder ist dies schmuddlig und die Sitzreihen arg eng. Egal sind ja nur noch 6.5 Stunden bis Seattle :-( !
Endlich in Seattle angekommen nach rund 24 Stunden Anreise bin ich supergluecklich das mich Charles Munat abholt und erstmal gleich ins Zigzag schleppt. Tolle Bar und supernettes Personal! Danch geht es zum Essen in ein Speakeasy-Restaurant - selten so gut gegessen. Irgendwann nach einem 30 Stunden Tag dann endlich ins Bett...
morgen mehr...

Mittwoch, 17. Juni 2009

Schlaflos wegen Seattle

oder aber der Respekt reist mit...

Vor einiger Zeit erhielt ich ein ueberaus verlockendes Angebot aus Seattle von Charles F. Munat:
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Betreff: Seattle wants you

Hi, Mike,

I have been talking to the other members of the Washington State Bartenders Guild (WSBG: http://www.facebook.com/l/;http://wsbg.org/) about the possibility of bringing you to Seattle to speak to us about Old Tom Gin and antique liquors in general. We had planned a gin event, but had to reschedule it.

Na, wer kann da schon nein sagen???
Doch auch wenn mir oftmals unreflektiertes Verhalten vorgeworfen wird, so fragte ich erstmal bei einigen anderen Bartendern nach und ob sie meinen ich sollte das Angebot annehmen. Alle waren sich einig, es ist eine grosse Ehre und da sollte man lieber vorher gruendlich in sich gehen. Das habe ich getan... Rund eine Woche liess ich mir dieses Projekt durch den Kopf gehen und entschied mich dann dafuer.

Jedoch nicht ohne auch ein etwas mulmiges Gefuehl im Bauch...
Ich glaube durchaus, das ich recht viel ueber alte Spirituosen weiss und in Bezug auf Old Tom Gin macht man mir nicht so schnell was vor. Doch in meiner Mutterspreache darueber zu reden faellt nicht so schwer, als wenn man das ganze nun im Englischen vortragen muss. Ich habe so etwas durchaus ja auch schon mal gemacht,
aber der Vortrag auf der Barshow war doch eher sehr spontan und nur fuer wenige Eingeweihte. So werde ich mich nun wohl mal mit einem Muttersprachler zusammensetzen um meinen Vortrag uebersetzen zu lassen. Schliesslich sollen die ja nicht enttaeuscht werden.
Insgesamt freue ich mich sehr darauf die Us-Szene besser kennen zu lernen, aber ein wenig mulmig ist mir immer noch...