Mittwoch, 11. Mai 2011

Gastkommentar

Die Juniorakademie ist für mich der erste bekannte Mixwettbewerb in Deutschland, der einfach frei ist (keine Sponsoren, keine Mengenangaben, keine Zeitvorgabe, keine Kategorie nur einen Drink mixen.) Das Alter von 30 Jahren darf noch nicht überschritten sein und DBU Mitglied muss man (noch) sein.... (eine Änderung in den nächsten Jahren ist nicht ausgeschlossen. Vorstellbar ist dann für Nichtmitglieder ein erhöhter Teilnahmebetrag)
Aber dass sind Zukunftsgedanken....

Was wir wollen, ist ein innovativer "Drink, der es noch nicht überall auf die Barkarten geschafft hat". (Fast) alles ist erlaubt.... alle bekannten Wettbewerbsregeln werden hier ausgeklammert. Was nicht heißen soll das Sicherheit und Hygiene vernachlässigt werden.
Und das was die drei Big Player jetzt seit guten 2 Jahren machen...(eine Jury die auf die Finger schaut und Fragen zu den verwendeten Produkten stellt oder den Gedanken des Cocktails hinterfragt.....) macht die Juniorakademie jetzt im fünften Jahr.
Beispiel: Rückblick auf meine Juniorakademie 2008... Ich habe eine Marmelade benutzt.... Frage an mich war.. Marmelade oder Konfitüre ist das das Gleiche oder wie war das noch....., andere Frage..... Sie verwenden eine Orchidee wie war noch gleich der botanische Name....., Oh Sie verwenden frisches Eiweiss.... wie können Sie denn mit einfachen Mitteln testen ob das Ei frisch ist..... The Glenlivet nutzen sie ... warum heißt der denn “THE“ Glenlivet...... das sind die Fragen die ich nicht mehr vergessen werde.

Ähnliche Fragestellungen habe ich in den beiden letzten Jahren auf den großen 3 Wettbewerben (BMGP, Havanna Academi el ron und DIAGEO World Class) mitbekommen. Auch die DBU Hessen hat 2011 zum Ersten Mal dieses Format auf der LCM eingesetzt.

Die DBU ist schon lange mehr als ein Verein für gelbe Krawatten....
gerade die Juniorakademie setzt die von vielen jungen Mitgliedern gewünschte Veränderungen sehr schnell um. Und versucht auch einen Blick für die Zukunft nicht zu verlieren....

Zurück zu dem genannten Drink von Mike.
Da es keine Rezeptabgabe gibt, ist der Drink, den der Teilnehmer egal wie mixt, das zu bewertende Ergebnis. Kurz: der erwähnte Teilnehmer hat somit einen ganz regulären Drink gemixt. Auch wir vom Team fanden es schade, dass der Teilnehmer eine Zutat vergessen hat. Denn später hat er den Drink noch Mal gemixt, und er hätte, so die Jury, Potential für grösseres gehabt.
Hätte der Teilnehmer bei der Zubereitung an der Bar (selbst nach dem präsentieren) sofort gesagt, ich habe eine Zutat vergessen, dann hätte die Jury noch entscheiden können, ob er den Drink noch Mal mixen darf.

Soeben ist die Barlife Experience Tour 2011 Rostock zu Ende gegangen.
Und ich persönlich habe daraus mitgenommen, dass ich lange nicht alle reinen Aromen richtig erriechen kann. Mike, im Namen des ganzen JUNIORAKADEMIE TEAM sage ich DANKE für diesen neuen Part. Ich denke, auch dieses sollte in Betracht für die 6. Juniorakademie 2012 gezogen werden.

Im Auftrag des JUNIORAKADEMIE TEAM

Sascha Thieben

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