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Mittwoch, 26. Januar 2011

Braunes Gemüse

oder Effilee ist wunderbarste Gourmetlektüre...



Gehört hatte ich schon davon und auch schon in 2-3 Heften darin länger herumgeblättert, aber zum vollen Lesegenuss war bisher keine Chance gewesen, doch das hat sich nun geändert und das ist gut so.
Effilee Magazin für Essen und Leben nennt es sich und es ist für mich eines der besten Gourmet-Magazin momentan, besonders hat es mir die aktuelle Ausgabe (Januar/Februar) angetan. Dort ist ein überaus spannender und gut recherchierter Bericht zum rechten Rand der Bio-Szene, die meisten vermuten bei Bio eher Hippies und Alt-68er, aber auch dort gibt es eine rechte Szene, die eher auf Heimatszenen a la Blut & Boden setzen, als auf eine multikulturelle Gemeinschaft.
Der Artikel ist extrem lesenswert und auch der Rest des Magazins ist wunderbar.

Wer jetzt angespitzt oder geschärft ist, dem empfehle ich diesen Hinweis um mehr über diese Kochpiraten zu erfahren...

Selbst die Werbung ist toll, welches Magazin hat sonst schon eine Ganzseitige Werbung von Mixology im Heft ;-)

Apropo Essen:
Nicht vergessen:
28.01.2011 ist Sushi-Nacht in der Triobar
Sushi-all-you-can-eat vom Rohen Botschafter
um Anmedlung wird gebeten!!!
16,50 € pro Person

Donnerstag, 25. Februar 2010

Ein Déjà-vu der etwas anderen Art

oder vom Fanzine zum Magazin...
Als Déjà-vu [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“), Déjà-vu-Erlebnis oder Déjà-vu-Phänomen, Erinnerungstäuschung, Bekanntheitstäuschung oder Fausse reconnaissance [fos ʀəkɔnɛˈsɑ̃s] (frz. „falsches Wiedererkennen“) – auch als Déjà-entendu-Phänomen [deʒaɑ̃tɑ̃ˈdy] bzw. Déjà-écouté-Phänomen (frz. „schon gehört“) oder Déjà-vécu-Erlebnis [deʒaveˈky] (frz. „schon erlebt“) – bezeichnet man ein psychologisches Phänomen (Psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben.
Es tritt beim gesunden Menschen vereinzelt spontan, im Zustand der Erschöpfung oder bei Vergiftungen (vor allem mit Nervengiften wie Alkohol oder halluzinogenen Drogen) gehäuft auf. Als Begleiterscheinung von Neurosen, Psychosen oder organischen Hirnerkrankungen, vor allem des Temporallappens, können Déjà-vu-Erlebnisse ebenfalls gehäuft auftreten. Nach Umfragen hatten 50 bis 90 Prozent aller Menschen mindestens einmal ein Déjà-vu-Erlebnis, vergessen aber meist nach einer gewissen Zeit, wo und wann es zuletzt auftrat.
(so einfach mal frech aus Wiki herauskopiert...)

also betrunken bin ich nicht und andere Drogen nehme ich nicht zu mir,
nur mal gleich so zur Einleitung...

Ich sitze in einem Cafe und lese ganz oldschool-mäßig, als ich im Berliner Stadtmagazin TIP auf ein Interview mit Philipp Köster Chefredakteur von 11 Freunde stoße, demnächst erscheint die 100. Ausgabe des Magazins für Fußballkultur und Herr Köster plaudert ein wenig über die Anfänge des Magazins und welche Fehler am Anfang gemacht wurden, was die Leser toll fanden, aber auch von Glück und Zufall...
(sehr nettes und ehrliches Interview mit dem bekennenden Arminia Bielefeld-Fan)
Mein kleines Déjà-vu hatte ich dann bei folgender Passage,

denn es erinnerte mich sehr daran was Helmut Adam über den Anfang von Mixology erzählte.
Beim Blog trifft Gastro-Treffen 2010, in den inzwischen sehr schönen und auch grossen Mixology-Büroräumen, plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen. Entmystifizierte den Beginn des Magazins und erklärte auch sehr, sehr ehrlich über all die anfänglichen Probleme und den Vorteil einer ausländischen Bankkarte. Ich sprach damals davon, das Mixology für mich als Fanzine gestartet hatte, aber dann nach und nach zum Magazin für Barkultur wurde. Daher empfand ich die Zeilen des Herrn Köster wie ein kleines Deja-vu...
Hier sei auch nochmal wärmstens folgender Artikel von Helmut empfohlen

Sonntag, 7. Februar 2010

Ein Griff ins Bücherregal

oder mal ein kultureller Blick auf Berlin zur Weimarer Republik...

Querschnitt
Das beliebteste Magazin der Metropole Berlin in der Weimarer Republik:
Frech , unterhaltsam und am Puls der Zeit.
Ein authentisches Dokument der jungen Weltstadt in den 20er und 30er Jahren
und ein aufregender Querschnitt
durch Architektur, Musik, Tanz, Theater,
Malerei, Mode, Gastronomie und Lifestyle jener Zeit.



Das Magazin "Querschnitt" war legendär im Berlin der 20er und 30er Jahre:
Amüsant, aktuell und Ausdruck des Lebensgefühls einer ganzen Epoche.
Getreu seinem Motto "für alles Freie, Sprühende, Lebendige,
für alles Gegenwärtige und Zukünftige"
ist der "Querschnitt" niemals alt geworden.
Die Aktualität seiner Texte ist verblüffend, nicht nur dann,
wenn es um Berliner Theaterkrisen geht.
Entstanden ist das "Magazin für die aktuellen Ewigkeitswerte",
wie Herausgeber Hermann von Wedderkop den "Querschnitt" nannte,
aus Mitteilungen des Kunsthändlers Alfred Flechtheim an die Freunde seiner Galerie.
so verrät es der Klappentext...



Besonders schön sind auch Berichte von diversen Bars rund um den Schöneberger Kiez,
ebenso die Reklameanzeigen der Amüsierbetriebe des damaligen Berlins...
Ein Buch das ich einfach nur empfehlen kann,
speziell den Freunden der 20er & 30er Jahre!!!

Hier mal ein älterer Bericht von der Welt zu diesem Buch...

Berlin im Querschnitt
Herausgegeben von Rolf-Peter Baacke
Quadriga Verlag
2001 aufgelegt worden
1. Auflage
3-88679-356-7
Hardcover, 216 Seiten

damals 35,20 DM