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Mittwoch, 9. Juni 2010

Be prepared


oder Angst habe ich keine, aber...
wer will schon einen Einlauf von der Drinks!

Das "Partnermedium der Barszene", verschickte Pipetten an Bars.
Wer sich fragte was das soll, dem empfehle ich im Blog von Herrn Meyer oder im Bartender Labor zu stöbern. Vielleicht kann sich ja noch der eine oder andere daran erinnern, das das Roomers in Frankfurt wegen "gravierender Mängel" aus dem Rosengarten der Drinks geworfen wurde. Anscheinend gönnt die Mixology nicht jeder Bar diesen Ritterschlag und versucht das schlimmste zu verhindern.
Wenn der Rosen-Berg nicht zur Pipette kommt, dann muss halt die Pipette zur Bar kommen...

(ja - dieser Artikel ist satirisch verseucht)

Sonntag, 20. September 2009

Pressemeldung der gruseligen Art

oder was ist noch relevant fuer die DRINKS???

Das was da auf Ulf Neuhaus im Forum der DBU schreibt klingt wahrhaft unglaublich. Da entscheidet die DRINKS mal kurz was von den Berichten der einzelnen Sektionen gedruckt wird und relevant ist fuer die DBU und was es wohl nicht ist. Nur mal so als Hinweis die DBU-Seiten in der Drinks sind ja nur bei den "freiwilligen Abokunden" der DBU vorhanden und nicht in der freiverkaeuflichen Version.
HERR ROSENBERG!
Was soll denn das nun werden?
Keine Lust mehr auf die DBU oder nur nicht auf deren kritische Stimmen?
Was stoerte denn sie an den beiden Artikeln,
oder wissen sie vielleicht gar nicht mehr was da geschieht in der Drinks?
Ich denke es wird hoechste Zeit ueber die Drinks mal genauer nachzudenken!!!

Was ist falsch an diesen Artikeln

oder warum glaubt die Drinks sie nicht drucken zu muessen???
so zu lesen im Post von Ulf Neuhaus im DBU-FORUM

DRINKS Artikel
Sektion Sachsen

Sommerloch

Stellt Euch vor es ist Deutsche Cocktailmeisterschaft in Berlin und man kann nicht hingehen weil man im Urlaub ist. Es geht noch schlimmer. Stellt euch vor es ist Cocktailweltmeisterschaft in Berlin und der Besuch fällt flach weil der geplante und verdiente Sommerurlaub genau auf dieses Datum fällt. Frühbuchen und im August fluchen.
Nun liegt der Verreiste irgendwo im Süden am Meer, er hat das richtige Hotel gebucht und auch die AI-Getränke sind nicht schlecht. Doch was mit der Freizeit anfangen? Lesen!? Die letzte Mixology ist ausgelesen und die nächste DRINKS war bei Reiseantritt noch nicht im Briefkasten. Zum besseren einschlafen genehmigt sich unsereins wahrscheinlich lieber zwei drei Gin & Tonic anstatt schwerer Bettlektüre. Doch die Rettung naht und zwar in Form von CLASS magazine. Eine englische Barzeitschrift seit diesem Jahr wieder herausgegeben von keinem geringerem als Simon Difford. Seines Zeichens Cocktailspezialist und auch in unseren Breiten kein unbekannter. CLASS steht für Cocktails, Liqueurs And Speciality Spirits und genau das ist es. Wer die neuesten Modetrends, Musicbesprechungen oder Weinjahrgänge sucht ist hier falsch. Das CLASS magazine besticht durch hochwertiges Papier tolle Fotos und layout. Doch das Beste sind die präzisen Artikel und Berichte. Die erste Ausgabe der neuen Zeitrechnung (CLASS gibt es schon seit 1997) steht im Zeichen des Daiquiri mit Geschichten, Verkostungen und vielen Rezepten. Des Weiteren werden in der Rubrik Brand New neue Spirituosen vorgestellt und die Verkostungsnotitzen gleich mitgeliefert. Weniger interessant für deutsche Leser sind die Barvorstellungen in Brighton und Covent Garden aber dafür umso mehr die fast 20 Seiten zum Thema Absinthe. Am Ende des Magazins findet man noch Diffords Sicht wie Cocktail Competitions ablaufen sollten. Ein Artikel den sich vor allem Veranstalter von Wettbewerben genau durchlesen sollten. Alles in allem ist CLASS magazine kein Ersatz für die Cocktailweltmeisterschaft aber immerhin ein kleiner Trost.

Sebastian Wachs


Was ist falsch an diesen Artikeln???

DRINKS Artikel
Sektion Sachsen


Ein subjektiver Eindruck

Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen


Als ich vor 13 Jahren anfing mich für Cocktails zu interessieren und verschiedenste Bücher und Lektüren las, wollte ich auch eine eigene Bar besitzen und einen Meisterdrink mixen. Um dies zu erreichen, stellte ich fest, musste man in die DBU eintreten. Doch damals erschien mir dieser Verein ein wenig alt und eingestaubt. Nun da eine kleine bis mittlere Revolution im Gange ist und eine Erneuerung vor der Tür steht, bin ich auch schon drei Jahre dabei. Ich musste feststellen das es dabei auch um einen Generationswechsel geht. Auf der einen Seite stehen die Jungen Wilden auf der anderen die Alt- Ehrwürdigen. Man kann nur hoffen das dieser Wechsel zum Schluss gut ausgeht. Ich würde mir wünschen das dieser Verein sich schon deutlich verjüngt, aber auch ein wenig Respekt vor dem eigenen Beruf behält und nicht zu einer Freakshow wird. Wie es an manchen Orten den Eindruck macht. Denn dieser Beruf oder sagen wir lieber diese Berufung die wir alle ausführen wurde geboren von Ehrenwürdigen Männern die sich Respekt und öffentliche Achtung hart erkämpft haben. Allein der Umgang mit Alkohol und Menschen ist schwer genug, wenn man die Verantwortung bedenkt die ein Gast in die Hände des Barkeepers legt. So darf man bei Veranstaltungen wie der Deutschen Meisterschaft und der Weltmeisterschaft schon mit Stolz das Abzeichen des Vereins tragen oder zumindest ein Hemd, das kann man denke ich schon verlangen. Und ein Poloshirt ist kein Hemd und schon gar nicht hinter einer Bar und sei es nur ein Promostand. Aber das sind nur ein paar Gedanken von einem normalen Mitglied aus einer Kleinstadt mitten im Tal der Ahnungslosen. Wo ich gerade dabei bin, vor nicht allzu langer Zeit hörte ich das Wort Maracuja-DBU. Auf der Suche nachdem Ursprung dieses Wortes wurde ich rasch fündig. Aber dies muss ich hier nicht länger erläutern. Genauso schnell wurde ich auf eine Gruppe aufmerksam die sich gegen den Einsatz dieser tollen Frucht verschrieben haben. Warum fragte ich mich, ist doch eine tolle Sache diese Maracuja. Sie passt praktisch zu fast allen anderen Dingen die man an der Bar findet. Es ist Kinderleicht einen Drink mit dieser exotischen Frucht zu machen. Unsere ersten eigenen Hauscocktails habe ich auch mit ihr gemacht, das war vor ca. 10 Jahren. Nun genau darin liegt das Problem, seit etwa 15 Jahren beherrscht diese Passionsfrucht unsere Kreativität. Was ich damit sagen will ist, wenn man immer nur auf der Stelle tritt kommt man nicht weiter, ist ja logisch. Deshalb war ich erfreut über die Jury bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft, umso erstaunter über das Ergebnis. Scheinbar ist diese Frucht unschlagbar und man sollte sich damit abfinden.
Ich sage nein, jede Veränderung ist schwer man muss kämpfen, einen langen Atem haben und auch einmal verlieren können vielleicht auch zwei- oder dreimal.
Aber wie gesagt das sind nur Gedanken eines unbedeutenden Mitglieds.

Michael Bartner

Samstag, 8. August 2009

(K)ein Licht am Ende des Tunnels

oder vom Zug der Zeit gnadenlos ueberrollt...

Deutsche Cocktail Meisterschaft in Berlin, die DBU wird 100 Jahre alt und Herr Rosenberg kann es auch nicht besser.
Das was Berlin diesen Freitag in Form der DCM mal wieder zu bieten bekam, war in Sachen Barkultur arg grenzwertig. Gross waren die Erwartungen der Barszene und auch viele junge Bartender der DBU erhofften ein wichtiges Signal durch die DCM, aber das was dort mal wieder praesentiert wurde war ein Reinfall.
Doch will ich mal versuchen meine Kritik der Reihe nach aufzufuehren:
Die DBU hatte im Vorfeld zur Weltmeisterschaft, 100 Jahre DBU und DCM Herrn Rosenberg das Ruder ueberlassen, in der Hoffnung das der Verleger die DBU-Veranstaltung besser praesentieren wuerde. Herr Rosenberg riss das Steuer an sich und schiffte gerade wegs aufs Riff.
Eine Veranstaltung von Profis der Barszene sollte auch auch gut in Szene gesetzt werden, doch das Presseaufgebot war geringer als bei so manchem lokalen Wettbewerb der DBU. Wo waren die Fernsehstationen??? Vielleicht aber auch besser so...
Im Sommerloch sollte doch alles eine Reportage wert sein, aber hier fehlte wohl eine PR-Agentur die das auch zu lancieren vermag.
Die Staende der Aussteller (alles namhafte Firmen der Spirituosen und Saftindustrie) waren einheitlich gestellt worden durch einen Messebauer, das kann durchaus gut aussehen in bezug auf Event-Identity, aber diese Staende waren keineswegs geeignet auch nur annaehernd als Sponsor-Bar zu fungieren. Lieber Herr Rosenberg es ging hier aber um die DCM und nicht um Getraenkespenderautomaten die auch Cocktails koennen...

Die Staende waren zu hoch und hatten keinerlei Wasseranschluss, keinen direkten Stromanschluss am Tresen, kaum Ablagemoeglichkeiten, als Kuehlmoeglichkeiten war nur ein Kuehlschrank pro Bar, selbst fuer Muellbehaelter war nicht gesorgt worden.
Das waren reine Praesentationsstaende, die nicht annaehernd als Bar zu gebrauchen waren.

Sehr unsinnig fand ich auch, das es so grosse Pausen gab, aber vielleicht brauchten die aelteren Mitglieder ihre ausgedehnte Mittagspause, aber warum baut man da nicht mal ein Rahmenprogramm ein, das diese Luecken sinnvoll nuetzt. Vielleicht waere eine Podiumsdiskussion sinnvoll gewesen: Quo vadis - DBU?!? oder Praesentationen der DBU-Junior Akademie. Allerdings was schon arg an Dummheit grenzte war die Idee das waehrend der Pause auch keine Musikuntermalung mehr lief. So kam massiv das Gefuehl auf nun ist die Veranstaltung vorbei und auch die Aussteller kamen sich noch verlorener vor.

Der Publikumsandrang war ueberhaupt nicht vorhanden, sondern man konnte eher froh darueber sein das die Aussteller nicht ganz allein unter sich waren. Waere ich Aussteller gewesen, dann haette ich wohl spaetestens jetzt mein Geld zurueck verlangt bzw diese Veranstaltung in meiner naechsten Jahresbudgetplanung gestrichen.
Ab 20.00 Uhr konnte man erst davon sprechen das die Veranstaltung besucht wurde, allerdings war das Berliner Bar-Publikum nicht im geringsten dort anzutreffen. Zieht man auslaendische Bartender-Delegationen, Industrievertreter, DBU-Mitglieder und einige wenige Berliner Bartender ab - so war fast niemand da!!!

Fuer die Siegerrezepte dieser DCM gilt wie fuer all die Jahre davor, das was da zusammengemixt wurde und dann auf das Siegertreppchen gelangte, davon wird wohl kein Drink es auf nationale Barkarten schaffen.

Sicherlich konnte niemand was dafuer das es drauusen so heiss war, aber die Luft im grossen Saal war mindestens viermal abgeatmet worden und die Klimaanlage hat mehr als versagt.

Peinlich fand ich was sich da so manche Besucher erlaubt haben. Einem Standkollegen wurde fast die halbe Ausruestung geklaut, als er mal kurz auf Toilette war.

Diese DCM war mal wieder eher ein Graus als ein Segen fuer die Barkultur, es wird Zeit das sich was aendert sonst wird der naechste Geburtstag wohl eher eine Totenfeier.