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Sonntag, 20. September 2009

Pressemeldung der gruseligen Art

oder was ist noch relevant fuer die DRINKS???

Das was da auf Ulf Neuhaus im Forum der DBU schreibt klingt wahrhaft unglaublich. Da entscheidet die DRINKS mal kurz was von den Berichten der einzelnen Sektionen gedruckt wird und relevant ist fuer die DBU und was es wohl nicht ist. Nur mal so als Hinweis die DBU-Seiten in der Drinks sind ja nur bei den "freiwilligen Abokunden" der DBU vorhanden und nicht in der freiverkaeuflichen Version.
HERR ROSENBERG!
Was soll denn das nun werden?
Keine Lust mehr auf die DBU oder nur nicht auf deren kritische Stimmen?
Was stoerte denn sie an den beiden Artikeln,
oder wissen sie vielleicht gar nicht mehr was da geschieht in der Drinks?
Ich denke es wird hoechste Zeit ueber die Drinks mal genauer nachzudenken!!!

Was ist falsch an diesen Artikeln

oder warum glaubt die Drinks sie nicht drucken zu muessen???
so zu lesen im Post von Ulf Neuhaus im DBU-FORUM

DRINKS Artikel
Sektion Sachsen

Sommerloch

Stellt Euch vor es ist Deutsche Cocktailmeisterschaft in Berlin und man kann nicht hingehen weil man im Urlaub ist. Es geht noch schlimmer. Stellt euch vor es ist Cocktailweltmeisterschaft in Berlin und der Besuch fällt flach weil der geplante und verdiente Sommerurlaub genau auf dieses Datum fällt. Frühbuchen und im August fluchen.
Nun liegt der Verreiste irgendwo im Süden am Meer, er hat das richtige Hotel gebucht und auch die AI-Getränke sind nicht schlecht. Doch was mit der Freizeit anfangen? Lesen!? Die letzte Mixology ist ausgelesen und die nächste DRINKS war bei Reiseantritt noch nicht im Briefkasten. Zum besseren einschlafen genehmigt sich unsereins wahrscheinlich lieber zwei drei Gin & Tonic anstatt schwerer Bettlektüre. Doch die Rettung naht und zwar in Form von CLASS magazine. Eine englische Barzeitschrift seit diesem Jahr wieder herausgegeben von keinem geringerem als Simon Difford. Seines Zeichens Cocktailspezialist und auch in unseren Breiten kein unbekannter. CLASS steht für Cocktails, Liqueurs And Speciality Spirits und genau das ist es. Wer die neuesten Modetrends, Musicbesprechungen oder Weinjahrgänge sucht ist hier falsch. Das CLASS magazine besticht durch hochwertiges Papier tolle Fotos und layout. Doch das Beste sind die präzisen Artikel und Berichte. Die erste Ausgabe der neuen Zeitrechnung (CLASS gibt es schon seit 1997) steht im Zeichen des Daiquiri mit Geschichten, Verkostungen und vielen Rezepten. Des Weiteren werden in der Rubrik Brand New neue Spirituosen vorgestellt und die Verkostungsnotitzen gleich mitgeliefert. Weniger interessant für deutsche Leser sind die Barvorstellungen in Brighton und Covent Garden aber dafür umso mehr die fast 20 Seiten zum Thema Absinthe. Am Ende des Magazins findet man noch Diffords Sicht wie Cocktail Competitions ablaufen sollten. Ein Artikel den sich vor allem Veranstalter von Wettbewerben genau durchlesen sollten. Alles in allem ist CLASS magazine kein Ersatz für die Cocktailweltmeisterschaft aber immerhin ein kleiner Trost.

Sebastian Wachs


Was ist falsch an diesen Artikeln???

DRINKS Artikel
Sektion Sachsen


Ein subjektiver Eindruck

Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen


Als ich vor 13 Jahren anfing mich für Cocktails zu interessieren und verschiedenste Bücher und Lektüren las, wollte ich auch eine eigene Bar besitzen und einen Meisterdrink mixen. Um dies zu erreichen, stellte ich fest, musste man in die DBU eintreten. Doch damals erschien mir dieser Verein ein wenig alt und eingestaubt. Nun da eine kleine bis mittlere Revolution im Gange ist und eine Erneuerung vor der Tür steht, bin ich auch schon drei Jahre dabei. Ich musste feststellen das es dabei auch um einen Generationswechsel geht. Auf der einen Seite stehen die Jungen Wilden auf der anderen die Alt- Ehrwürdigen. Man kann nur hoffen das dieser Wechsel zum Schluss gut ausgeht. Ich würde mir wünschen das dieser Verein sich schon deutlich verjüngt, aber auch ein wenig Respekt vor dem eigenen Beruf behält und nicht zu einer Freakshow wird. Wie es an manchen Orten den Eindruck macht. Denn dieser Beruf oder sagen wir lieber diese Berufung die wir alle ausführen wurde geboren von Ehrenwürdigen Männern die sich Respekt und öffentliche Achtung hart erkämpft haben. Allein der Umgang mit Alkohol und Menschen ist schwer genug, wenn man die Verantwortung bedenkt die ein Gast in die Hände des Barkeepers legt. So darf man bei Veranstaltungen wie der Deutschen Meisterschaft und der Weltmeisterschaft schon mit Stolz das Abzeichen des Vereins tragen oder zumindest ein Hemd, das kann man denke ich schon verlangen. Und ein Poloshirt ist kein Hemd und schon gar nicht hinter einer Bar und sei es nur ein Promostand. Aber das sind nur ein paar Gedanken von einem normalen Mitglied aus einer Kleinstadt mitten im Tal der Ahnungslosen. Wo ich gerade dabei bin, vor nicht allzu langer Zeit hörte ich das Wort Maracuja-DBU. Auf der Suche nachdem Ursprung dieses Wortes wurde ich rasch fündig. Aber dies muss ich hier nicht länger erläutern. Genauso schnell wurde ich auf eine Gruppe aufmerksam die sich gegen den Einsatz dieser tollen Frucht verschrieben haben. Warum fragte ich mich, ist doch eine tolle Sache diese Maracuja. Sie passt praktisch zu fast allen anderen Dingen die man an der Bar findet. Es ist Kinderleicht einen Drink mit dieser exotischen Frucht zu machen. Unsere ersten eigenen Hauscocktails habe ich auch mit ihr gemacht, das war vor ca. 10 Jahren. Nun genau darin liegt das Problem, seit etwa 15 Jahren beherrscht diese Passionsfrucht unsere Kreativität. Was ich damit sagen will ist, wenn man immer nur auf der Stelle tritt kommt man nicht weiter, ist ja logisch. Deshalb war ich erfreut über die Jury bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft, umso erstaunter über das Ergebnis. Scheinbar ist diese Frucht unschlagbar und man sollte sich damit abfinden.
Ich sage nein, jede Veränderung ist schwer man muss kämpfen, einen langen Atem haben und auch einmal verlieren können vielleicht auch zwei- oder dreimal.
Aber wie gesagt das sind nur Gedanken eines unbedeutenden Mitglieds.

Michael Bartner