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Montag, 11. April 2011

Eine Frau mit vielen Facetten

oder erst Mixology, dann Yelp und nun Distillery Diplomatin von Makers Mark ...

"Die Washington Post widmete sich dem Thema Frauen und Bourbon und kann auch dort eine weit greifende Veränderung der Situation erkennen. Die Männerdomäne beginnt sich zu öffnen und es wundert fast nicht mehr, dass zum Beispiel ein Drittel der neuen Mitglieder in einem Maker‘s Mark Fan Club weiblich sind. Da kann Maker‘s Mark aber auch zufrieden in die Vergangenheit blicken und sich als Vorreiter der Emanzipation sehen. Immerhin waren sowohl der Name, wie auch das rote Wachs über dem Verschluss angeblich die Ideen einer Frau."

...so berichtet Steffen Hubert in den gemischten Links von Mixology,

aber vergisst dabei leider die ehemalige Kollegin Tanja Bempreiksz als neue Distillery Diplomatin von Makers Mark zu verkünden.

Schäm dich, Steffen ;-)

Mittwoch, 25. August 2010

Bloodiest Maria of Kentucky

oder die wilde Verwandschaft der klassischen Bloody Mary

Ich bin ein anerkannter Hasser von Tomatensaft und hätte mir jemand vor kurzem gesagt,
ich würde in meinem Blog mal begeistert von einem Drink mit Tomatensaft berichten,
den hätte ich schlichtweg für verrückt erklärt.

Doch nun lest ihr hier darüber und ich erkläre euch gerne wie es dazu kam. Vor einiger Zeit hatte mir Andreas Becker, seines Zeichen Experte für Olivenöl ein kleines Fläschchen Olivenöl zukommen lassen und ich probierte es - befand es für gut, aber es landete erstmal bei mir in der Küche. Eines Tages wollte die Familie mal wieder Spaghetti mit Tomatensauce und als dann doch mehr Freunde am Tisch saßen, als gedacht verlängerte ich die Soße einfach und hiess alle willkommen. Satt wurden dann alle doch schneller als gedacht und so blieb sogar noch eine kleine Portion Tomatensauce über. Etwas dünn vielleicht, aber selbst kalt noch sehr lecker. Den Tellerberg versetzte ich in den Geschirrspüler (dem Erfinder des Geschirrspülers möchte ich hier mal aus tiefstem Herzen danken!!!) und überlegte wohin mit dem Rest und goß ihn einfach in ein Glas, das neben dem Herd stand. Ich wollte es grad in den Kühlschrank stellen, aber nun war es ja eigentlich kein Essen mehr, sondern eher ein Drink und statt es hineinzustellen, holte ich Eiswürfel aus dem Tiefkühler und spähte nach den Spirituosen auf meinem Kühlschrank. Mein erstes Griff ging zum Vodka, doch dann schnappte ich mir mutig den Bourbon und versetzte meine Tomatensauce reichlich damit.
Der Drink gefiel mir und schnell war das Glas leer, weitaus schneller als mir lieb war, also machte ich mich daran eine kalte Variante für die Bar zu schaffen.

Bloodiest Maria of Kentucky
Man gebe in ein Longdrinkglas
3-4 Cocktailtomaten,
2-3 Blatt Basilikum
1 cl Olivenöl (vielen Dank an Andreas)
1 cl Ahornsirup
1 Prise Selleriesalz
1 dash Sahne
2 dash Tabasco
das dann zusammenmuddlen und mit
6 cl Makers Mark und 12 cl Tomatensaft aufgiessen und
mit Eiswürfel verrühren...

mir hat's gefallen...

Donnerstag, 19. August 2010

Impressionen von Meet the Makers in Düsseldorf

oder vielen Dank an Jonathan Ullrich und Kevin Smith...


Ich erhielt eine Einladung zum Makers Mark Event in Düsseldorf und erfreulicherweise übernahm man meine Reisekosten und ich musste nicht mit dem Barshuttle fahren, da nehme ich für längere Strecken doch lieber die Bahn... ;-)



Eingeladen hatte man ins Gehrys, dem Prime Beef Market, das im mondänen Düsseldorfer Mediahafen gelegen ist...



Fleisch ist dort dann auch das Thema im Restauranbereich, aber es gibt auch eine gut sortierte Bar dort und die versorgte uns mit diversen Cocktails...



Die Tische waren bereits gedeckt für die Kombination aus Makers Mark Tasting, Dinner und Cocktails Tasting...



Doch davor gab es erstmal noch einen wundervollen Aperitivo: Mint Julep im schönen silbernen Becher!!!



Vielen Dank auch an alle anderen im Hintergrund, die dazu beigetragen haben das das Event so reibungslos funktionierte...

Ein ausführlicherer Bericht folgt noch...

Sonntag, 27. Juni 2010

Ein ganz ruhiger Samstagabend

oder mit einem wunderbaren Gast ganz allein bei mir in der Bar...

Der Anruf ereilte mich während ich einer Gruppe Pharmaschnösel erklärte, was ich von Teambildungsevents halte. Die Jungs waren gerade am gehen und wahrscheinlich wäre ich sonst auch nach Hause gegangen, so aber reservierte einer meiner absoluten Lieblingsgäste sich einen Platz für diesen Abend.

Mike, ist das okay, wenn ich vorbeikomme, hast du heute offen? Brauche endlich mal wieder einen guten Drink!

Na wenn einer so lieb fragt, da kann man ja gar nicht nein sagen, 30 Minuten später war er dann auch da. Er war etwas überrascht das es so leer war, aber er und ich können auch alleine sehr viel Spass haben und so wurde es dann auch ein ganz besonderer Abend.
Cocktails nahm er nur 2, aber verkostet haben wir dutzende von Spirituosen.

Er ist ein grosser Kenner der Barszene und hat daheim selbst eine profunde Auswahl an delikaten Kostbarkeiten, um die ihn so manche Bar beneiden würde. Was er aber noch nie probiert hatte, das war ein white dog, ein ungelagerter "Bourbon-Whiskey". Ich mag white dogs, aber sie sind hier extrem rar in Deutschland und daher auch nur selten in einer Bar anzutreffen. Hat einer von euch schon mal einen Whiskey Sour mit einem white dog gemixt? Nein, das ist schade, sollte ihr ehrlich mal versuchen... l e c k e r

Vor einigen Tagen meldete sich ein Freund bei mir und bat mich um eine ehrliche Meinung zu einem neuen Produkt. Ich versprach ihm, es mal zu verkosten und auch dessen Mixibility zu testen und so kramte ich auch diese Flasche heraus, um auch seine Meinung zu dem Produkt mal zu hören. Es handelt sich hierbei um den Licor Beirao, einen portugiesischen Kräuterlikör, der vom Geschmack schwer zu beschreiben ist. Einerseits erinnert er ein wenig an Chartreuse, andererseits aber auch an Licor 43, ja das klingt seltsam...
Er hat eine dominante Nase, die einen aber in die Irre führt, da er sich auf der Zunge dann ganz anders präsentiert. Mein Gast alles andere als ein Likörchentrinker war eher skeptisch, aber sprach dem Produkt durchaus nicht seinen Reiz ab. Da sein Cocktail nun schon fast leer war, entschied ich mich damit nun auch noch zu mixen. Ich machte ihm einen Jamaican-Sour mit einem soften Jamaicaner aus der Plantation-Serie und etwas Limette und verzichtete auf den Zucker und setzte dafür lieber etwas vom Licor Beirao zu. Ein überaus gelunger Drink, wie ich fand, aber auch mein Gast war sehr angenehm überrascht. Kennt einer von euch den Licor Beirao bereits??? Vielleicht vom Portugalurlaub oder so??? oder hat einer von euch Rezepte mit Beirao bereits gemixt???

Ausklingen liessen wir dann den Abend im Kaminzimmer bei 2 alten Jamaicanern, einem 27 jährigen von den Berry Brothers und einem Hudson Bay Rum aus den 50er Jahren. Es war einfach ein fantastischer Abend mit einem brillianten Gast und vielen flüssigen Kostbarkeiten...