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Mittwoch, 11. Februar 2009

Die Bar ist der Star (RELOAD)

oder wie wichtig ist der Barmann...

Eine gute Bar steht und faellt mit dem Personal, aber das bedeutet noch lange nicht, das wenn das Barteam geht auch die Bar stirbt. Gutes, neues Personal kann das gut verhindern und wenn es fleissig an sich arbeitet, auch das alte Team ueberholen.
Ich kenne zuviele Bartender, die dachten sie seien unersetzbar oder nur ihretwegen wuerde der Grossteil der Gaeste kommen, nur aeusserst selten war das der Fall.
Kleine und Inhabergefuehrte Bars neigen eher dazu, als ...recht grosse Bars, diese verkraften bei gutem Management fast problemlos Personalwechsel.

Eine Bar, die als unuebernehmbar galt war der Rum Trader, doch auch diese konnte weitergefuehrt werden und hat sich bestens entwickelt seit dem.
Herr Schroeder hatte ueberall die Jahre dieser Bar seinen ganz eigenen Stil und Charme eingebrandt und einigen Barleuten galt diese Bar als Mekka, da hier Herr Schroeder herrschte und nicht die Happy Hour! Herr Scholl stellte sich dieser Herausforderung bravouroes und fuehrte den Rum Trader weiter, jedoch ohne nur Herrn Schroeder einfach zu kopieren. Vielmehr entwickelte er seinen ganz eigenen Stil und zog damit sowohl neue Gaeste, als auch den Grossteil seiner Stammgaeste fest an sich.

...

Bei einer grossen ueber mehrere Raeume gehenden Bar, sehe ich aber die Barpersonalsituation ganz anders und begruende auch gern:
1.Die Gastgeberrolle wird in solchen Bars wird in solchen nie von einem Barmann alleine ausgefüllt, sowohl der Service als auch die Barkraefte sind als Team fuer ihre Gaeste da!
2.Bei einer recht grossen Bar (mehrere Raeume) muss die Bar der Star sein und nicht der einzelne Bartender, denn der Bartender muss der Bar dienen, den Gaesten der Bar einen schoenen Abend besorgen.
3.Viele Bartender glauben das die Bar in der sie arbeiten schon irgendwie von ihr abhaengig sei, doch nur selten ist das der Fall.
4.Eine Victoriabar geht auch ohne Herrn Weber, auch starb die gruene Door nicht, als er diese verliess.
5.Eine grosse Bar muss eigenstaendig sein und von den Gaesten leben, die ihretwegen kommen und nicht nur um einen bestimmten Barmann anzutreffen.
7.Das Barkonzept muss den Gaesten soviel bieten, das es bei weitem nicht mehr notwendig ist, einen Megastar der Barszene unbedingt als Barchef zu haben.

Samstag, 31. Januar 2009

Herr Meyer fragt und ich antworte gern...

Was ist eine Speakeasy-Bar und erfuellt die Triobar all diese Kriterien?

Ja und Nein!

Eine Speakeasy-Bar ist fuer mich eine Bar, die nur im geheimen existiert und die sich durch Mund zu Mund Propaganda weiter empfiehlt. Die den Gaesten beim Einlass schon klar macht, das hier ist eine Bar, aber sie hat durchaus andere Regeln, als das was man sonst so von Bars kennt. Sie hat oftmals den Ruf von etwas verbotenem, gepaart mit ein wenig Extravaganz.

Viele dieser Eigenschaften hat die Triobar durchaus. Viele Barfreunde lesen vielleicht von ihr oder ihr wurde sie empfohlen oder gar verboten, aber kaum einer weiß wo sie ist und die dies wissen geben es normalerweise nicht bekannt. Im Netz ist die Adresse nicht zu finden, bzw es gibt eine Vielzahl von Adressen die da herumschwirren, das einzig sichere Kontaktmittel ist das Telefon. Die Telefonnummer ist bekannt und jeder kann sie wählen, das heisst aber noch nicht das Er oder Sie auch Einlass erhaelt. Ich frage sehr genau nach woher, mein Gast von der Bar erfahren hat und was sein Beweggrund ist diese Bar besuchen zu wollen. Ich will wissen ob der Gast zur Bar passt und die Bar zum Gast. Die Visitenkarten der Bar verraten keine Oeffnungszeiten und auch keinen Standort, nur die Telefonnummer und den Namen.

Hier in Deutschland gibt es kaum Speakeasy-Bars, obwohl ich den kleinen Loewen am ehesten als eine solche sehen wuerde. In den USA tummeln sich gleich mehrere a la Milk&Honey und PTD zum Beispiel. Beide haben ganz eigene Informationspolitiken.

Die eine wechselt staendig die Reservierungsnummer, aber die Adresse ist eigentlich allen bekannt und die andere versteckt sich in einem Lokal, aber ueber beide gab es dutzende Zeitungsartikel und sie sind den internationalen Barflys wohl bekannt. So sehe ich da durchaus Aehnlichkeiten und werde sie auch weiterhin als Speakeasy betiteln. Die Besitzer vom Milk&Honey und des PTD sehen die Triobar auch so...

Die andere Frage war ob man eine Speakeasy-Bar bewerben darf?

Darf man für eine Speakeasy-Bar werben, ich denke das darf man, aber ich bin ja auch deren Besitzer und dazu noch ein ehemaliger Werbefuzzi. Geld will ich damit dann auch noch verdienen, also ein klares JA!!! Was erwartest du da bloss von mir?!? ;-)


Zu dem Vereinskonstrukt demnaechst mehr...